Nach Klinsmann-Beben: Endspiel für Herthas Nouri?

Berlin - Diese Spiel verspricht schon jetzt eine Menge Brisanz. Hertha BSC steht gegen Fortuna Düsseldorf gewaltig unter Druck.

Klinsmann-Nachfolger Alexander Nouri (r) steht gegen Fortuna Düsseldorf unter Druck.
Klinsmann-Nachfolger Alexander Nouri (r) steht gegen Fortuna Düsseldorf unter Druck.  © Andreas Gora/dpa

Ausgerechnet dort, wo der Hauptstadt-Klub vor acht Jahren einer seiner schwärzesten Stunden der Vereinsgeschichte erlebte, ist Klinsmann-Nachfolger Alexander Nouri beinahe schon zum Siegen verdammt.

2012 scheiterte die Alte Dame in der Relegation an Düsseldorf.

Nach mehrfacher Pyro-Unterbrechung und einem verfrühten Platzsturm sollte das Spiel als Skandal-Relegation in die Geschichte eingehen. Nun könnte ausgerechnet die Fortuna Hertha wieder tief in den Abstiegskampf ziehen.

Bei einer Niederlage hätten die Berliner nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Tritt die Mannschaft ähnlich desaströs wie gegen Köln auf, dürfte das Nouri wohl den Job kosten - nach gerade mal drei Spielen.

Dem 2:1 beim Tabellenletzten Paderborn, folgte ein katastrophales 0:5 gegen Köln. Wechselt Hertha zum vierten Mal in einer Saison den Trainer?

Von seinem Team wird eine Reaktion erwartet. Das will sie auch zeigen - erst recht nach der Abrechnung von Jürgen Klinsmann. Der ehemalige Bundestrainer ist in dem Protokoll mit den Hertha-Stars teilweise hart ins Gericht gegangen ("nicht gut genug, kein Mehrwert").

"Wir hatten vor dem Paderborn-Spiel eine ähnliche Situation. Die Reaktion der Mannschaft auf dem Platz war genau richtig", sagte Nouri auf der Pressekonferenz. "Wir hoffen, dass wir auch am Freitag diese Geschlossenheit und den Spirit zeigen."

Nouri, der von der Abrechnung seines ehemaligen Chefs nichts wusste, sitzt zwischen den Stühlen. Von Klinsmann als Co-Trainer installiert, muss er nun zeigen, was in ihm steckt. Ist zumindest eine solide Leistung und eine Handschrift zu erkennen, dürfte sich der Fußballlehrer wohl auch eine knappe Niederlage erlauben.

Verzichten muss der 40-Jährige auf Abwehrspieler Niklas Stark und Abräumer Santiago Ascacibar. Beide sahen gegen Köln die fünfte Gelbe Karte.

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