Hertha in Topform? Das sind die Gewinner der Vorbereitung

Berlin - Der Saisonauftakt rückt näher. Am 16. August reist Hertha BSC zur Bundesligaeröffnung zum FC Bayern München. Eine Woche zuvor steht für Dardai-Nachfolger Ante Covic das erste Pflichtspiel auf dem Programm: Regionalligist VfB Eichstätt empfängt die Berliner in der ersten Runde des DFB-Pokals.

Hertha überzeugte bei der Generalprobe bei Crystal Palace.
Hertha überzeugte bei der Generalprobe bei Crystal Palace.  © Isabel Infantes/PA Wire/dpa

Viel Zeit bleibt der Alten Dame nicht mehr. Vergangene Woche kehrten die Herthaner aus dem Trainingslager im österreichischen Stegersbach zurück. Zuvor ackerten sie bereits in Neuruppin an der Fitness.

Mit mutigem offensiven Fußball will Hertha aus dem grauen Mittelfeld. Covics Idee: Sein Team soll höher verteidigen, den Gegner so früh unter Druck setzen, um bei Ballgewinn schnell vor das gegnerische Tor zu kommen.

Dass die Spieler die neuen Spielideen nach fünf Wochen Vorbereitung noch nicht alle verinnerlicht haben, ist keine Überraschung. Bei der Generalprobe gegen Crystal Palace sah das aber schon ganz ordentlich aus. Der Hauptstadt-Klub siegte nach Toren von Plattenhardt, Ibisevic, Mittelstädt und Selke mit 4:0. "Wenn du auswärts bei einem Premier-League-Vertreter gewinnst und dabei vier Tore erzielst, stimmt mich das sehr positiv", sagte Hertha-Trainer Ante Covic nach dem Testspiel.

Hertha, so scheint es, ist gewappnet für den Pokalauftritt beim VfB Eichstätt. TAG24 zeigt, wer die Vorbereitung und den Trainerwechsel genutzt hat: Das sind die Gewinner der Vorbereitung.

Covic gibt Anweisungen an Klünter.
Covic gibt Anweisungen an Klünter.  © Soeren Stache/dpa

Lukas Klünter

Nach dem Abgang von Valentino Lazaro setzt Hertha wohl auf eine interne Lösung. Lukas Klünter, Mathew Leckie und Routinier Peter Pekarik kämpfen um den Platz rechts in der Viererkette.

"Überall, wo eine Lücke entsteht, ist die Chance für andere Spieler, diese zu füllen", sagte Manager Michael Preetz zur Lazaro-Nachfolge. "Lukas Klünter und Mathew Leckie sind für mich Kandidaten, die diesen Abgang auffangen können."

Momentan hat der ehemalige Kölner Klünter die Nase vorn. Der 23-Jährige ist Herthas schnellster Spieler, konnte beim Sieg gegen Fenerbahce (2:1) beide Vorlagen geben und spielte auch gegen Crystal Palace von Anfang an.

Leckie, der eigentlich weiter vorne zu finden ist, muss sich noch an seine neue Position gewöhnen. Pekarik fehlt weiterhin verletzt.

Vladimir Darida kam in der vergangen Saison nur auf zehn Bundesligaspiele.
Vladimir Darida kam in der vergangen Saison nur auf zehn Bundesligaspiele.  © Daniel Karmann/dpa

Vladimir Darida

Nach seinem Seuchenjahr galt Vladimir Darida im Sommer als einer der Verkaufskandidaten. Immer wieder von Verletzungen geplagt, kam der Tscheche in der vergangenen Saison nur zu zehn Bundesligaspielen, meist waren es Kurzeinsätze.

"Ich bin in einer guten Verfassung, kann alles mitmachen und will mich durchsetzen. Ich möchte diese Saison wieder regelmäßig in der Bundesliga spielen", sagte der 28-Jährige zu Beginn der Vorbereitung.

Herthas Dauerläufer kämpft um seinen Platz im zentralen Mittelfeld. Die Konkurrenz ist hart: Skjelbred, Maier, Friede und 7-Millionen-Neuzugang Löwen kämpfen um den Platz neben Marco Grujic und Ondrej Duda.

Momentan läuft Darida aber allen davon. Arne Maier bremsen derzeit muskuläre Probleme, Eduard Löwen hat nach der U21-EM noch Trainingsrückstand.

"Vladi bereitet mir schlaflose Nächte. Er drängt sich auf", erkannte auch Ante Covic im "Berliner Kurier" den Eifer.

Vedad Ibisevic beim Training.
Vedad Ibisevic beim Training.

Vedad Ibisevic

Der Kapitän ist schon jetzt in Ballerlaune. Gegen Crystal Palace bewies Vedad Ibisevic mal wieder seinen Torriecher, traf zum 2:0 und scheiterte zweimal nur knapp.

Trotz seiner 34 Jahre (wird am Dienstag 35) zeigt sich der Stürmer mal wieder in blendender Verfassung. In der vergangen Saison war der Bosnier mit zehn Treffern der zweitbeste Torschütze der Hertha. Nur Duda traf öfter (11 Tore).

Ibisivevic hängt sich immer voll rein - auch im Training. Für den Ex-Leipziger Davie Selke bleibt wohl erstmal wieder nur ein Platz auf der Bank.

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