Herthas Krise setzt sich fort: Nullnummer gegen Schlusslicht Hannover

Berlin - Hertha BSC setzt seine Negativserie fort. Bei bestem Fußballwetter kamen die Berliner an Ostersonntag gegen Schlusslicht Hannover 96 nicht über ein torloses Remis hinaus. Die Blau-Weißen warten nun seit sechs Spielen auf einen Sieg.

Leckies Schuss wird geblockt.
Leckies Schuss wird geblockt.  © DPA

Bei den Gastgebern hat sich die Personalsituation wieder etwas entspannt. Pal Dardai nahm im Vergleich zum 0:2 in Hoffenheim gleich vier Veränderungen vor.

Niklas Stark und Marko Grujic kehrten in die Startelf zurück. Zudem konnte Herthas Coach wieder auf die Dienste der gesperrten Ondrej Duda und Vedad Ibisevic bauen. Davie Selke, Maximilian Mittelstädt und Peter Pekarik mussten dafür wieder auf die Bank. Überraschend stand Dauerbrenner Valentino Lazaro nicht im Kader. Für ihn spielte Lukas Klünter, der gegen Hoffenheim auch als Innenverteidiger überzeugte.

Hertha wollte nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge die Trendwende schaffen. Bereits nach nicht einmal einer Minute hatten sie den ersten Abschluss. Klünters Versuch aus halbrecheter Position ging aber nur ans Außennetz.

Auch Schlusslicht Hannover versteckte sich in den ersten Minuten nicht, kam durch Mainer (3. Minute) und Weydant (7.) zu ihren ersten Möglichkeiten. Die bislang größte hatten aber die Hausherren. Nach einem tollen Spielzug legte Ibisevic aus Grujic ab. Sein Schuss wurde aber noch zur Ecke abgefälscht (9.).

Hertha hatte nun mehr vom Spiel und versuchte es vor allem über die rechte Seite. Rekiks Diagonalball konnte Leckie noch aus spitzem Winkel aufs Tor bringen. Esser hatte mit dem Ball so seine Probleme, lenkte ihn an den Pfosten und begrub ihn dann unter sich (13.). Wenig später setzte Grujic einen Eckball von Plattenhardt über das Tor (22.).

Lukas Klünter im Zweikampf mit Matthias Ostrzolek.
Lukas Klünter im Zweikampf mit Matthias Ostrzolek.  © DPA

Die Gastgeber versuchten weiter Druck aufzubauen, spielten aber oftmals zu umständlich. Kurz vor der Pause sah dann Grujic wegen eines taktischen Fouls die gelbe Karte - seine fünfte! Der Serbe wird den Berlinern in Frankfurt fehlen.

Dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging, hatte Hertha Jarstein zu verdanken. Der Keeper konnte den Schuss von Anton gerade noch um den Pfosten lenken.

Vier Minuten nach Wiederbeginn war der Norweger erneut zur Stelle, als er Muslijas Schlenzer in die lange Ecke mit einer klasse Parade entschärfte. Hertha tat sich weiterhin gegen die tief stehenden Gäste schwer.

Nach einem weiten Abschlag von Jarstein ging es mal schnell. Ibisevic kam mit einem feinen Trick an Sorg vorbei, legte im Strafraum auf Duda ab, doch seine Direktabnahme ging knapp über den Querbalken. Das hätte die Führung sein müssen (56.).

Pal Dardai reagierte und brachte nach einer Stunde mit Davie Selke für Per Skjelbred einen zweiten Stürmer. Das Spiel wurde nun etwas offener, weil auch die Gäste hin und wieder den Weg nach vorne suchten. Rund 15 Minuten vor dem Ende war es Kalou, der Esser nach feiner Einzelleistung zu einer Parade zwang.

Hertha setzte zur Schlussoffensive an und dann wurde es kurios: Nach Zuspiel von Ibisevic war Kalou plötzlich frei vor Esser. Der Ivorer legte den Ball am Keeper vorbei, legte auf Selke ab, doch der Stürmer brauchte zu lange, sodass er noch im letzten Moment geblockt werden konnte. So verpuffte auch die bis dato größte Chance (80).

Weil Kalou erst an Esser scheiterte und nach einem Konter auch die letzte Gelegenheit neben das Tor setzte, blieb es am Ende beim torlosen Remis. Zu allem Überfluss musste Niklas Stark in der Nachspielzeit auch noch verletzt ausgewechselt werden.

Update: Blessur am Sprunggelenk: Saison-Aus für Niklas Stark?

Niklas Stark musste kurz vor Ende der Partie den Platz mit einer Sprunggelenks-Verletzung verlassen.
Niklas Stark musste kurz vor Ende der Partie den Platz mit einer Sprunggelenks-Verletzung verlassen.  © DPA

Fußball-Bundesligist Hertha BSC droht ein Ausfall von Innenverteidiger Niklas Stark.

Der 24-Jährige habe sich beim 0:0 gegen Hannover 96 eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen, sagte Berlins Coach Pal Dardai am Sonntag nach der Partie.

Eine MRT-Untersuchung solle Aufschluss über die Schwere der Blessur geben.

Stark wurde in der Nachspielzeit ausgewechselt. Der U21-Europameister war bereits zum Ende der Hinrunde mit einer starken Mittelfußprellung längere Zeit ausgefallen.

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