Fan-Choreo für Torunarigha: Hertha-Fans setzten Zeichen gegen Rassismus

Berlin - Kein leichtes Spiel für Jordan Torunarigha! Vier Tage nach dem Rassismus-Skandal beim Pokalspiel auf Schalke stand der Abwehrspieler gegen Mainz 05 (Anstoß 15.30 Uhr) wieder in der Startelf.

Herthas JordanTorunarigha (M) kämpft gegen Ridle Baku (l) und Jeremiah St. Juste von Mainz 05 um den Ball.
Herthas JordanTorunarigha (M) kämpft gegen Ridle Baku (l) und Jeremiah St. Juste von Mainz 05 um den Ball.  © Andreas Gora/dpa

"Er weiß, dass der gesamte Verein, die Mannschaft, das Trainerteam hinter ihm stehen und alle an einem Strang ziehen", sagte Alexander Nouri auf der Pressekonferenz am Tag zuvor deutlich: "Wir stehen vor, hinter und neben ihm."

Der 22-Jährige war eigenen Aussagen zufolge von Zuschauern rassistisch beleidigt worden, kämpfte während des Spiels mit den Tränen und flog in der Verlängerung mit Gelb-Rot vom Platz. Inzwischen hat der Spieler Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Auch die Hertha-Fans solidarisieren sich mit ihrem Abwehrspieler und setzen ein starkes Zeichen gegen Rassismus - initiiert vom harten Kern der Fanszene.

Mit dem Einlaufen der Mannschaften hielten die Fans in der Ostkurve tausende Flugblätter in die Luft. Darauf zu sehen: Torunarighas Rückennummer 25, sowie sein Name.

Auf zwei Bannern war zudem "Jordan - einer von uns" und "Gemeinsam gegen Rassisten. Notfall mit Getränkekisten #25" zu lesen. Eine Anspielung auf seinen Platzverweis, als er wütend eine Getränkekiste auf den Boden warf.

Bereits am Donnerstag hat sich der gebürtige Chemnitzer mit einem emotionalen Statement auf Instagram erstmals zu Vorfällen auf Schalke geäußert. "Ich bin in Deutschland geboren, ich bin hier aufgewachsen, habe hier mein Abitur gemacht, spreche Deutsch wie alle anderen, deshalb kann ich diese Äußerungen, wie sie von einigen Idioten während des Spiels gemacht wurden, in keinster Weise verstehen", schrieb der Hertha-Star.

"Ich bin in Chemnitz geboren, habe das alles schon in der Jugendzeit durchlebt. Meine Eltern wurden beleidigt. Deshalb wühlt mich so eine Situation wie auf Schalke so auf und deshalb habe ich so emotional reagiert. Man kann sich seine Hautfarbe bei der Geburt nicht aussuchen und sie sollte auch völlig egal sein."

Fans halten Schilder mit Torunarighas Rückennummer 25 hoch.
Fans halten Schilder mit Torunarighas Rückennummer 25 hoch.  © Imago Images / Contrast

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