Kevin-Prince Boateng über Hertha-Zeit: Favre schickte ihn weg!

Berlin - Bundesliga, Premier League, Serie A und Primera Division - Kevin Prince Boateng hat in seiner Karriere in allen vier großen europäischen Ligen gespielt. Mit dem FC Barcelona könnte der Berliner nun die Champions League gewinnen. Es wäre die Krönung seiner gesamten Laufbahn.

Kevin-Prince Boateng begann seine Karriere bei Hertha BSC.
Kevin-Prince Boateng begann seine Karriere bei Hertha BSC.  © DPA

Angefangen hat alles in seiner Heimatstadt. Am 13.08.2005 feierte Boateng sein Bundesligadebüt für Hertha BSC. Zur Pause ersetzte der damals 18-Jährige Malik Fathi. Sein damaliger Trainer: Falko Götz!

Zwei Jahre später holte Hertha den heutigen BVB-Coach Lucien Favre in die Bundesliga. Der Schweizer war es auch, der dem Techniker zum Wechsel zu Tottenham Hotspur riet.

"Ich hab ihn damals gesagt, dass ich bleiben möchte. Er siezt ja immer seine Spieler und hat gesagt: 'Sind Sie verrückt? Sie müssen gehen, das ist Tottenham'", erzählte Boateng im Interview mit DAZN und GOAL. Dann habe er ihn weggeschickt. "Du musst gehen. Das ist eine Riesenchance."

Der Techniker wäre vor allem wegen Favre noch geblieben. Seine Arbeitsweise hat ihn beeindruckt, weil er eine andere Vision gehabt habe.

"Er war der erste Trainer, der den Tiki-Taka nach Deutschland gebracht hat. Es hat ihn gestört, wenn der Ball lang weggeschlagen wurde. Er wollte alles spielerisch lösen. Das hat mir sehr imponiert, aber zu diesem Zeitpunkt war ich quasi schon mit einem Bein in England", so Boateng weiter.

Hertha nahm das Angebot aus Tottenham an und verkaufte sein damaliges Top-Talent im Sommer 2007 für knapp acht Millionen Euro. Der Transfer galt lange Zeit als eines der Rekordverkäufe der Berliner. Nur Sebastian Deisler hatte bei seinem Wechsel zu den Bayern noch mehr gekostet (9 Millionen Euro).

Boateng im Zweikampf mit Valladolids Keeper Masip.
Boateng im Zweikampf mit Valladolids Keeper Masip.  © DPA

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