Hertha-Coach Dardai reicht ein Punkt: "Müssen improvisieren"

Berlin - Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie steht Hertha BSC unter Druck. Die anhaltende Verletztenmisere lässt die Berliner mit bescheidenen Zielen nach Hoffenheim reisen.

Pal Dardai muss unter anderem auf Marko Grujic verzichten.
Pal Dardai muss unter anderem auf Marko Grujic verzichten.  © DPA

"Das Ziel ist ein Punkt, wir können nicht gleich sagen, dass wir da gewinnen werden. Auch, wenn das natürlich immer das Ziel sein muss", sagte Pal Dardai bei einer Pressekonferenz am Freitag: "Wir müssen improvisieren, da wir viele Verletzte haben."

Unter der Woche verletzte sich der serbische Stammspieler Marko Grujic im Training am Sprunggelenk.

Außerdem fehlen den Hauptstädtern unter anderen Arne Maier, Defensivallrounder Fabian Lustenberger und der gelbgesperrte Ondrej Duda. "Wir haben aber immer noch eine gute Mannschaft und sind sehr überzeugt, dass wir das hinbekommen", sagte Dardai, der etwas sarkastisch darauf verwies, immerhin noch 18 Spieler zur Verfügung zu haben: "Also können wir in Hoffenheim antreten."

Auch Derrick Luckassen, Jordan Torunarigha und Vladimir Darida fehlen im Duell mit dem Champions-League-Teilnehmer weiter. "Wir müssen so ein Jahr jetzt einfach akzeptieren. Es ist einen Tick verhext", sagte Dardai. Falsches oder zu intensives Training sei jedenfalls nicht der Grund für die vielen Ausfälle. "Wir haben auch Pech, viele Verletzte kommen von Zweikämpfen, es sind nicht nur Muskelverletzungen", sagte der 43 Jahre alte Ex-Profi.

Maximilian Mittelstädt liegt nach der Pleite gegen Düsseldorf am Boden.
Maximilian Mittelstädt liegt nach der Pleite gegen Düsseldorf am Boden.  © DPA

Die Hinrunde hatte Hertha mit 24 Punkten über den Erwartungen abgeschlossen, Ende November gab es gegen Hoffenheim im ersten Vergleich der Saison ein 3:3. Im Kraichgau komme es nun vor allem auch darauf an, die Chancen besser zu nutzen, sagte Dardai: "Wir sind nicht effektiv genug, aber es geht zum Schluss um die Tore."

Nach vier Pleiten will Herthas Trainer die Rückrunde zumindest noch mit der besten Bilanz seit seinem Amtsantritt abschließen: "Das Ziel heißt immer noch 20 Punkte".

Gerade einmal elf Zähler haben die Berliner in der bislang meist enttäuschenden zweiten Halbserie eingefahren, in den sechs verbleibenden Partien müssen also noch neun Punkte her. Angesichts vieler Ausfälle ist das eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe.

Seit dem Wiederaufstieg 2013 holte Hertha noch in keiner Rückrunde 20 Punkte oder mehr, in den drei vollen Spielzeiten unter Dardai reichte es zu zweimal 19 und einmal 18 Zählern. "Das ist eine schwierige Zeit für Hertha BSC, es ist ein Loch in den letzten vier Spielen. Da musst du erstmal rauskommen", sagte der Ungar.

Auch Geschäftsführer Michael Preetz wurde nach zuletzt wenig überzeugenden Auftritten deutlich: "Wir sind uns grundsätzlich einig, dass wir mit elf Punkten in der Rückrunde nicht zufrieden sind. Wir müssen schauen, wie wir da wieder rauskommen."

Mehr zum Thema Hertha BSC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0