Starks kurioser Doppelpack: Kunterbunter Heimsieg gegen Mainz 05!

Berlin - Nach einer langweiligen ersten Halbzeit musste Hertha wieder einem Rückstand hinterher rennen. Der Doppelpack von Innenverteidiger Niklas Stark ließ die Berliner erst verzweifeln und dann doch noch jubeln. Am Ende gewinnt die Hertha verdient mit 2:1.

Doppelpacker Niklas Stark spielte die Hauptrolle im Heimspiel gegen Mainz.
Doppelpacker Niklas Stark spielte die Hauptrolle im Heimspiel gegen Mainz.  © DPA

Die 33.000 Zuschauer sahen bei winterlichen Temperaturen eine bemühte Hertha, der von Anfang an die Durchschlagskraft fehlte. Überraschend dabei war Jordan Torunarigha, der kürzlich noch auf Krücken unterwegs war und nun in die Dreierkette zurückkehrte.

Der Gast aus Mainz wurde von zahlreichen Karnevalisten-Fans unterstützt, die ihren Block kunterbunt, passend zum Fasching, schmückten.

Nach anfänglichem Abtasten konnte Hertha in der neunten Minute erstmals Gefahr ausstrahlen. Eine schöne Ecke von Maximilian Mittelstädt landete auf Torunarighas Kopf, dem es nicht gelang den Ball im Kasten von Florian Müller zu versenken.

In der elften Spielminute konnte dann auch Mainz die erste gefährliche Chance verbuchen. Nach Traumpass von Gbamin konnte Anthony Ujah die Pille zwar annehmen, bugsierte dann den Ball aber ins Aus.

Gut eine Viertelstunde waren im Berliner Olympiastadion gespielt, da versuchte Gbamin mit einem Solo die Hintermannschaft der Berliner ins Trudeln zu bringen, als er rauslegte zu Aaron, der flankte gefährlich auf Ujah, der den Ball nur knapp neben das Tor setzte.

Pal Dardai wütete zwischenzeitlich an der Seitenlinie.
Pal Dardai wütete zwischenzeitlich an der Seitenlinie.  © DPA

Hertha tat sich schwer. Aktionen, wie eine zu lange Flanke von Mittelstädt oder die gescheiterten Dribbling-Versuche von Valentino Lazaro prägten die ersten 30 Minuten.

Anschließend hatte Rune Jarstein richtig Glück. Nach einer scharfen Flanke von Aaron traf Karim Onisiwo per Kopf gegen die Latte. Pal Dardai war sehr unzufrieden und tobte mehrere Male in der Coaching-Zone. Schiedsrichter Deniz Aytekin ermahnte den Ungar.

Während der fröhliche Mainzer-Partyblock "Hey Baby" (Dj Ötzi) schmetterte, brachte ein Freistoß aus dem Halbfeld nochmals Gefahr, jedoch gelang es Onisiwo nicht die Kugel auf das Hertha-Tor zu köpfen.

Kurz vor dem Halbzeit-Pfiff kam es nochmal zu einem Abschlussversuch von Ujah, der aber an der Eckfahne landete.

Zur Pause wurde die Mannschaft mit Pfiffen in die Kabine begleitet. Mainz hatte mehr vom Spiel und Dardai den Kopf voll. Zur zweiten Hälfte musste die Hertha ein ganz anderes Gesicht zeigen.

Dies misslang zunächst. Mainz ging in der zweiten Hälfte sofort in Führung.

Kurz nach dem Wiederanpfiff schoss Öztunali auf das Tor der Hertha, wo Niklas Stark den Ball so unglücklich köpfte, sodass Jarstein keine Chance mehr hatte an den Ball zu kommen.

Die Berliner mussten nun kommen. Lazaro versuchte es per Fernschuss.

Wenige Sekunden später glich Marko Grujic aus. Mittelstädts Ecke fand Stürmer Davie Selke, der erst an Müller scheiterte. Jedoch prallte der Ball zum Serben, der gekonnt einschob.

Der Mainzer Partyblock feierte trotz der knappen Niederlage in Berlin.
Der Mainzer Partyblock feierte trotz der knappen Niederlage in Berlin.  © DPA

Nach dem Ausgleichstreffer entwickelte sich eine muntere Partie, die mit einem Solo-Lauf von Lazaro ihren nächsten Höhepunkt fand.

Nachdem er Aaron umkurvte, legte er auf Pechvogel Stark zurück, der den Ball im Tor unterbrachte und somit seinen Doppelpack perfekt machte. Der Führungstreffer war zu dem Zeitpunkt durchaus glücklich.

Anschließend entwickelte Hertha die Spielfreude, die Dardai vor dem Spiel verlangte. Wieder war es Lazaro der mit Tempo überzeugte und Grujic in Szene setzte. Sein Schuss ging dann deutlich über das Mainzer Tor.

Darauf folgend musste Trainer Dardai eine Schrecksekunde hinnehmen. Selke verletzte sich und musste ausgewechselt werden. Für den Stürmer kam Kapitän Vedad Ibisevic ins Spiel.

Der Bosnier brauchte keine lange Eingewöhnungszeit, denn bei der sehenswerten Kombination von Mittelstädt und Duda legte er den Ball auf den Slowaken ab. Der Ball knallte an den Pfosten und sorgte fast für die Berliner Vorentscheidung.

Hertha kontrollierte das Spiel, musste dann aber fast den Ausgleichstreffer hinnehmen. Der agile Aaron flankte und Ujah scheiterte an der Latte. Jarstein hätte keine Chance gehabt.

Zehn Minuten vor Spielende sorgte Ibisevics Kopfball nochmals für Gefahr. Danach trudelte die Begegnung aus und die Hertha kann mit dem 2:1 ihren ersten Heimsieg im noch jungen 2019 verbuchen. Die Ostkurve sang letztlich: "Berlin braucht kein Karneval.. Berlin feiert überall!"

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