Hertha ohne Boyata in Wolfsburg: Neue Chance für Pechvogel Stark?

Berlin - Die Pechsträhne scheint Niklas Stark auch 2020 erhalten zu bleiben. 2015 wechselte der 24-Jährige von Nürnberg zu Hertha BSC, wurde auf Anhieb Stammspieler und gar Nationalspieler - wenn auch nach langer Leidenszeit. Seit Jürgen Klinsmann bei den Berlinern an der Seitenlinie steht, ist der Abwehrspieler allerdings außen vor.

 Berlins Niklas Stark (r) und Karim Rekik (l) beglückwünschen Teamkollegen Vladimir Darida (M) nach dessen Treffer gegen Borussia Dortmund.
Berlins Niklas Stark (r) und Karim Rekik (l) beglückwünschen Teamkollegen Vladimir Darida (M) nach dessen Treffer gegen Borussia Dortmund.  © Andreas Gora/dpa

Stand er bei der Heim-Premiere noch in der Startelf, musste der Franke die letzten fünf Spiele der Hinrunde von der Bank aus verfolgen. Klinsmann setzte in der Viererkette auf das Duo Boyata und Rekik, die drei Spiele ohne Gegentreffer blieben.

Als zum Rückrundenauftakt auch noch Karim Rekik wegen muskulären Problemen passen musste, fiel der Abwehrspieler mit einem Infekt aus. Nun könnte Stark eine neue Chance bekommen sich festzuspielen.

Abwehrrecke Boyata fehlt aufgrund seiner fünften Gelben Karte. Gesucht wird noch ein Nebenmann für Rekik. Da Torunarigha wie der Holländer ebenfalls Linksfuß ist, wäre Rechtsfuß Stark die logische Besetzung. Der Nationalspieler ist wieder fit und brennt auf Einsatzzeiten.

"Es macht sehr viel Spaß mit ihm zu arbeiten. Er ist einer der unglaublich gut zuhört und setzt die Dinge schnell um", sagte Jürgen Klinsmann auf der Pressekonferenz. "Er war die ganze Zeit auf Lauerstellung und hat gegen Frankfurt ein sehr gutes Testspiel gemacht."

Niklas Stark will zur EM

Herthas Karim Rekik (r) im Zweikampf mit Gladbachs Breel Embolo. Der Niederländer ist wieder fit.
Herthas Karim Rekik (r) im Zweikampf mit Gladbachs Breel Embolo. Der Niederländer ist wieder fit.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Der Abwehrspieler hat ein großes Ziel: die Europameisterschaft 2020. Die Chancen stehen aufgrund der Verletzung von Niklas Süle, sowie der Ausbootung von Mats Hummels und Jerome Boateng gar nicht schlecht. Dafür muss Stark allerdings spielen.

"Ich habe ihn um Verständnis gebeten, dass wir uns am Anfang eine Kontinuität erarbeiten wollten", so Klinsmann.

Dass sich sein Berater über einen möglichen Winter-Wechsel erkundigt haben soll, konnte Manager Michael Preetz nicht bestätigen. "Das Ziel Nationalmannschaft geht nur über gute Leistungen im Verein. Es gibt im Fußball immer den Tag, wo es die Chance gibt - und dann muss man da sein und sie nutzen und wieder an die Leistungen anknüpfen, die man in der Vergangenheit gezeigt hat", betonte Preetz.

Die Berliner, die mit 19 Zählern nur zwei Punkte vor dem Relegationsrang stehen, wollen sich in Wolfsburg wieder etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Dafür brauchen sie aber vor allem in der Offensive mehr Durchschlagskraft. "Wir wollen unbedingt mehr Torchancen herausspielen und dann hoffentlich auch mehr Tore machen", gibt Klinsmann die Richtung vor. "Was uns gegen Bayern gefehlt hat, war mehr Mut und Entschlossenheit."

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