Hertha BSC: Stark erbt Boatengs Nummer, Dilrosun wieder verletzt!

Berlin - Trotz düsteren sportlichen Zeiten sorgt Niklas Stark während der Länderspielpause für blau-weiße Freude. Der Innenverteidiger genießt gerade seine erste A-Nationalmannschafts-Reise. Sorgen bereitet dagegen der Shootingstar der Hinrunde.

Javairo Dilrosun kam im Sommer von Manchester City.
Javairo Dilrosun kam im Sommer von Manchester City.  © DPA

Im November 2018 trug Javairo Dilrosun das letzte Mal das Hertha-Trikot. Im Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf konnte auch der schnelle Flügelflitzer die deutliche Niederlage nicht abwenden.

Trotzdem hatte der Niederländer aller Grund zur Freude, denn anschließend durfte Dilrosun erstmals zur A-Nationalmannschaft seiner Heimat reisen. Ausgerechnet gegen Deutschland debütierte der 20-jährige.

So schön sein Abenteuer begann, so tragisch endete es später. Aufgrund einer Muskelverletzung musste Dilrosun nur 20 Minuten nach seiner Einwechslung schon wieder das Spielfeld verlassen.

Nach seinem traurigen Einstand fiel der Shootingstar der Hertha bis zum heutigen Tage aus. Erst kürzlich meldete sich Dilrosun auf dem Trainingsplatz zurück. Nun der Schock!

Der Niederländer ist schon wieder verletzt. Die Muskelverletzung brach wieder aus und zwingt den flinken Mittelfeldspieler erneut zur Pause. Wie der "Kicker" berichtet, soll eine zeitnah stattfindende Untersuchung das Ausmaß der Blessur abklären.

Trotz Verletzung von Dilrosun und der Dortmund-Heimniederlage kann wenigstens ein Herthaner derzeit freudestrahlend seinem Job nach gehen. Niklas Stark wurde erstmals für die Nationalmannschaft nominiert.

Gleich gefordert: Niklas Stark gibt bei der Ankunft im DFB-Teamhotel fleißig Autogramme.
Gleich gefordert: Niklas Stark gibt bei der Ankunft im DFB-Teamhotel fleißig Autogramme.  © DPA

Nach der Ausbootung von Mats Hummels und Jerome Boateng kann sich Stark für eine der hart umkämpften Innenverteidiger-Positionen für die EM 2020 empfehlen.

Der Herthaner wird im Falle eines Länderspiel-Debüts die magische Rückennummer 17 tragen, mit der Boateng zuletzt auflief und die Per Mertesacker zum Weltmeister-Titel begleitete.

Während Stark seinem ersten DFB-Einsatz entgegen fiebert, werden sich 14 weitere Spieler auf diversen Länderspiel-Reisen befinden.

Als Herthas Nationalspieler am Sonntag die Taschen packten, sammelten Teile des blau-weißen Kaders wichtige Spielpraxis. Die zuletzt nur spärlich eingesetzten Profis des Dardai-Teams durften bei der Regionalliga-Reserve im Spiel gegen den SV Babelsberg (3:1) antreten.

Vladimir Darida absolvierte 60 Minuten im Amateurstadion und verließ beim Stand von 1:0 das Spielfeld Trainersohn Palko Dardai zeigte eine gute Offensiv-Leistung und sorgte mit einigen gefährlichen Aktionen für Furore. Außerdem konnte Peter Pekarik mit einer sehenswerten Chip-Flanke zum zwischenzeitlichen 2:1 vorlegen. Nach 72 Minuten war für den Außenverteidiger Schluss.

Während der Länderspiel-Pause muss Pal Dardai also wiedermal mit einer Rumpf-Profitruppe trainieren, die (wie gewohnt) von einigen Jugendspielern aufgefüllt wird. Für Donnerstag ist ein Testspiel gegen Zweitligist Holstein Kiel geplant. Anpfiff ist um 13 Uhr.

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