Nach letztem Platz im Telekom-Cup: Droht Hertha der Rückrunden-Fehlstart?

Berlin - Vor dem Rückrunden-Auftakt am Sonntag bereitet die Hertha Sorgen. Im ersten Spiel wartet Abstiegskandidat 1. FC Nürnberg. Auf dem Papier, eine klare Sache - Hertha ist Favorit. Doch wird die Mannschaft dieser Rolle gerecht?

Wirkt nachdenklich: Pal Dardai ist mit den Leistungen seiner Mannschaft unzufrieden.
Wirkt nachdenklich: Pal Dardai ist mit den Leistungen seiner Mannschaft unzufrieden.  © DPA

Klar ist, mit dem Ergebnis beim Telekom-Cup kann der Trainer Pal Dardai (42) nicht zufrieden sein. Auch nach dem Testspiel-Sieg gegen Arminia Bielefeld äußerte der Coach bereits seinen Unmut.

"Ich war mit keinem Spieler zufrieden", urteilte der Ungar beim ersten Training nach der kleinen "Schmach" von Düsseldorf.

Auch Manager Michael Preetz (51) äußerte erste Bedenken im klubeigenen Interview: "Man hat gesehen, dass wir bis zum Rückrundenauftakt noch eine Menge zu trainieren haben."

Im Training merkte man der Mannschaft an, dass sie den Spaß nicht verloren hat. Bei Torschuss-Übungen wurden einige schöne Treffer erzielt. Nach der Einheit fokussierte sich der Trainer in der Medienrunde auf den Rückrunden-Auftakt.

Definitiv nicht in der Startelf wird Karim Rekik (24) stehen. Dardai sieht noch Defizite und äußerte kritische Töne: "Karim Rekik ist noch weit weg." Der Niederländer kommt frisch aus einer Verletzung und die fehlende Spielpraxis ist bei ihm deutlich erkennbar. Im Spiel um Platz drei des Telekom-Cups gegen Fortuna Düsseldorf startete er in der Viererkette, wirkte teilweise orientierungslos und verursachte einen Elfer. Der Auftritt in Nürnberg kommt für den Abwehrchef zu früh.

Der letzte Funken Hoffnung bezüglich einer Rückkehr von Marko Grujic (22) ist auch erloschen. Selbst ein Auftritt im Heimspiel gegen Schalke 04 ist nun gefährdet. Der Serbe fiel aufgrund einer Sprunggelenks-Verletzung aus und fiebert derzeit dem Comeback entgegen. Sein Trainer tritt nun aber deutlich die Bremse und bittet um Geduld: "Er hatte jetzt zwei längere Pausen, daher dürfen wir ihn nicht zu schnell wieder reinschmeissen." Mit Grujic verlor Hertha kein Spiel, ohne ihn gewann die Mannschaft nur einmal. Es gibt wahrlich bessere Vorzeichen.

Trotz der eher enttäuschenden Auftritte in der Vorbereitung ist Dardai euphorisch: "In Nürnberg wollen wir zu Null spielen und die Punkte mitnehmen." Beim letzten Gastspiel in Nürnberg gewann die Hertha verdient mit 0:2 und zog ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Gegen ein ähnliches Resultat haben die Herthaner auch am Sonntag nichts einzuwenden.

Karim Rekik (l.) und Marko Grujic (r.) werden im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg definitiv nicht spielen.
Karim Rekik (l.) und Marko Grujic (r.) werden im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg definitiv nicht spielen.  © DPA

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