Nach Klinsmann-Aus bei hertha BSC: Neue Chance für Kalou?

Berlin - Neuer Trainer, neues Glück? Im Spiel eins nach dem überraschenden Rücktritt von Jürgen Klinsmann steht Hertha BSC bereits gehörig unter Druck.

Unter Jürgen Klinsmann spielte Salomon Kalou überhaupt keine Rolle mehr.
Unter Jürgen Klinsmann spielte Salomon Kalou überhaupt keine Rolle mehr.  © Andreas Gora/dpa

Alexander Nouri soll die Berliner aus dem Tabellenkeller führen. Zuletzt hatte der ehemalige Werder- und Ingolstadt-Coach nicht gerade das Glück auf seiner Seite. Saisonübergreifend wartet der 40-Jährige seit 21 Spielen auf einen Sieg.

Gelingt nun in Paderborn der erhoffte Befreiungsschlag? Der Aufsteiger ist zwar Tabellenletzter, befand sich aber mit seiner frechen offensiven Spielweise zuletzt im Aufwind. Aus den letzten fünf Spielen konnten die Ostwestfalen sieben Punkte holen.

Schon im Hinspiel bekamen die Hauptstädter die Qualitäten der Paderborner zu spüren, als der Hertha ein durchaus glücklicher Sieg (2:1) gelang. Wie Vorgänger Klinsmann wird auch sein ehemaliger Assistent Nouri vermutlich auf eine kompakte Defensive setzen.

"Am Ende denke ich, dass jeder eine andere Art hat, Dinge zu transportieren und Dinge zu vermitteln", sagte Nouri auf der Pressekonferenz. "Alles über den Haufen zu werfen, macht auch keinen Sinn, wir sind auf einem guten Weg fußballerisch. Diesen Weg wollen wir fortsetzen."

Wechsel bei Salomon Kalou nach wie vor nicht vom Tisch

Alexander Nouri spricht auf der Pressekonferenz vor dem wichtigen Spiel gegen den SC Paderborn.
Alexander Nouri spricht auf der Pressekonferenz vor dem wichtigen Spiel gegen den SC Paderborn.

So ein Trainerwechsel, wenn auch unfreiwillig, kann auch eine Chance für Spieler sein, die zuletzt außen vor standen. Salomon Kalou, unter Dardai noch Stammspieler, spielte bei Klinsmann zum Beispiel überhaupt keine Rolle mehr.

Seit vergangener Woche trainiert der Ivorer wieder mit der Mannschaft. Ein Wechsel in die MLS ist ebenso möglich, wie ein Verbleib in Berlin. "Ich werde jetzt weiter trainieren und dann werden wir sehen, was passiert", sagt der 34-Jährige dem "Kicker". "Ich kann mich nur anbieten."

Herthas Kapitän Vedad Ibisevic bekam in der Schlussphase gegen Mainz immerhin mal wieder ein paar Minuten, nachdem ihm Pascal Köpke den Rang abgelaufen hatte. "Wir werden im Team Entscheidungen treffen. Jeder ist eingeladen sein bestes für die Ziele des Vereins - und das ist der Klassenerhalt - beizutragen. Jeder ist da herzlich eingeladen seine positive Energie reinzulegen", lässt Nouri die Tür offen.

Mit dem Brasilianer Matheus Cunha haben die beiden Angreifer jedoch neue Konkurrenz bekommen. Der 20-Jährige steht wie erwartet im Kader und könnte beim Keller-Duell sein Debüt feiern: "Wir freuen uns, dass er da ist. Er hat gezeigt, dass er bereit ist."

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