Hertha-Trainer Klinsmann hofft auf mehr Zuschauer gegen Freiburg: "Wir sind heiß!"

Berlin - Gegen Dortmund und Frankfurt war Hertha BSC nah dran. Nun soll gegen den SC Freiburg endlich der erste Dreier unter Jürgen Klinsmann gelingen. Keine leichte Aufgabe. Die Breisgauer sind einer der Überraschungsmannschaften der Liga, sind seit fünf Spielen gegen den Tabellen-15. ungeschlagen.

Jürgen Klinsmann bei seiner Heimspielpremiere gegen Borussia Dortmund.
Jürgen Klinsmann bei seiner Heimspielpremiere gegen Borussia Dortmund.  © Gregor Fischer/dpa

Mit 25 Punkten steht die Mannschaft von Christian Streich da, wo die Berliner gerne hinmöchten: auf Europapokalplatz fünf.

Hertha hingegen steckt im Abstiegskampf, wartet seit sieben Spielen auf einen Sieg. Eine Woche vor der Winterpause will der Hauptstadt-Klub unbedingt die Punkte in Berlin behalten

"Jetzt brauchen wir einen Dreier", sagte Jürgen Klinsmann auf der Pressekonferenz. "Wir wissen sehr wohl um die Qualität der Freiburger, die sehr unangenehm zu bespielen sind. Aber wir sind vorbereitet!"

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Dabei muss Hertha die Standardschwäche abstellen.

Kein Team hat in der Liga mehr Gegentore nach einem ruhenden Ball kassiert als die Alte Dame (12). Das war zuletzt ausgerechnet einer der Stärken der Freiburger. "Es steht außer Frage, dass uns so viele Gegentore nicht passieren dürfen. Deswegen arbeiten wir daran", so der ehemalige Bundestrainer.

"Es ist immer im Zusammenhang mit den Punkten, da brauchen wir dringend mehr. Wir wollen vermeiden, dass es zu Standardsituationen gegen uns kommt und nehmen jeden Standard für uns mit."

Klinsmann-Appell an Hertha-Fans

Klinsmann beantwortet auf der Pressekonferenz die Fragen der Journalisten.
Klinsmann beantwortet auf der Pressekonferenz die Fragen der Journalisten.  © Andreas Gora/dpa

Personell kann Klinsmann aus dem Vollen schöpfen.

So könnte Per Skjelbred, der in Frankfurt kurzfristig passen musste, wieder als Balleroberer in die Startelf rutschen.

Rund 40.000 Herthaner werden beim vorletzten Heimspiel des Jahres erwartet - zu wenig für Klinsmann.

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"Wir sind im Abstiegskampf, deswegen meine Bitte an euch, dass weit über 40.000 kommen. Wir sind heiß, haben intensiv trainiert und brauchen die Punkte!"

Wie bedrohlich die Lage ist, zeigt auch die Maßnahme, dass der neue Chefcoach den Urlaub gekürzt hat.

Statt wie ursprünglich geplant am 2. Januar mit der Vorbereitung auf die Rückrunde zu beginnen, wurde der Trainingsstart auf den 29. Dezember vorgezogen.

"Wir verkürzen den Urlaub ein paar Tage, um mehr Tage zum Trainieren zu haben. Das ist notwendig in der Situation, in der wir sind."

Die Rückrunde startet dann mit einem echten Kracher: am 19. Januar empfängt Hertha Rekordmeister Bayern München.

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