Hertha BSC dreht in Wolfsburg das Spiel und feiert Last-Minute-Sieg!

Wolfsburg/Berlin - Was für eine Schlussphase! Dank eines Last-Minute-Treffers von Dodi Lukebakio (90.) gewann Hertha BSC beim VfL Wolfsburg mit 2:1 (0:0).

Herthas Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt (l.) klärt artistisch vor Wolfsburgs Josip Brekalo.
Herthas Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt (l.) klärt artistisch vor Wolfsburgs Josip Brekalo.  © dpa/Peter Steffen

Zuvor hatte Jordan Torunarigha zum 1:1 für die "Alte Dame" nach Vorlage von Maximilian Mittelstädt ausgeglichen (74.) und Admir Mehmedi die Wölfe in der Volkswagen Arena mit 1:0 in Führung gebracht (68. Minute).

Vor Beginn dieses spektakulären Finishs hatte Hertha-Coach Jürgen Klinsmann nach der deftigen 0:4-Packung gegen den FC Bayern München auf vier Positionen ausgewechselt. Niklas Stark ersetzte den gesperrten Dedryck Boyata, dazu rückten Maximilian Mittelstädt, Per Ciljan Skjelbred und Marius Wolf für Marvin Plattenhardt, Davie Selke (beide Bank) und Vladimir Darida (Erkältung) in die Startelf.

Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner nahm nach dem 1:3 beim 1. FC Köln hingegen nur zwei Wechsel vor: Robin Knoche und Renato Steffen kamen ausgerechnet für Ex-Herthaner John Anthony Brooks und Daniel Ginczek (beide Bank).

Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle und drückten Hertha in die Defensive.

Dennoch hatte die "Alte Dame" die erste Großchance, als Lukebakio in die Mitte flankte, wo Wolf völlig freistehend denn Ball aber nicht traf (12.)!

Admir Mehmedi bringt den VfL Wolfsburg in Führung

Hertha und Wolfsburg lieferten sich ein umkämpftes Spiel, in dem spielerische Highlights und Torraumszenen aber lange Zeit Mangelware blieben.
Hertha und Wolfsburg lieferten sich ein umkämpftes Spiel, in dem spielerische Highlights und Torraumszenen aber lange Zeit Mangelware blieben.  © dpa/Peter Steffen

Nun wurden die Gäste mutiger und suchten ihrerseits die Offensive. Weitere gute Möglichkeiten blieben in dieser umkämpften Begegnung, die im Mittelfeld hin- und herwogte, aber Mangelware.

Erst in der 38. Minute wurde Hertha-Keeper Rune Jarstein wirklich gefordert, als er einen abgefälschten Schuss von Joshua Guilavogui gerade noch zur Ecke ablenken konnte. Doch davon abgesehen fehlte das Salz in der Suppe, weshalb es zur Pause beim torlosen Remis blieb.

Auch in der ersten Aktion in Hälfte zwei stand Herthas Torhüter im Fokus. Er parierte klasse gegen Renato Steffen, der frei vor ihm auftauchte und bekam auch den Nachschuss von Wout Weghorst zu fassen (52.).

Danach plätscherte die Partie einige Minuten vor sich hin. Kein Team konnte entscheidende Akzente setzen - bis zur 68. Minute.

Da ging der VfL in Führung. Der eingewechselte Admir Mehmedi flankte von der linken Seite scharf in die Mitte, wo Weghorst unter der Kugel abtauchte, damit Jarstein irritierte, was wiederum zur Folge hatte, dass der Ball in der langen Ecke einschlug - 1:0 für die Wölfe!

Jordan Torunrigha und Dodi Lukebakio drehen das Spiel für Hertha BSC

Jordan Torunarigha (M.) erzielte seinen ersten Liga-Treffer in dieser Saison für Hertha BSC. Lukas Klünter (r.) bereitete den Siegtreffer durch Lukebakio vor.
Jordan Torunarigha (M.) erzielte seinen ersten Liga-Treffer in dieser Saison für Hertha BSC. Lukas Klünter (r.) bereitete den Siegtreffer durch Lukebakio vor.  © dpa/Peter Steffen

Hertha war allerdings nur kurzzeitig geschockt. Bei einer Ecke von Mittelstädt stieg Torunarigha am zweiten Pfosten hoch in die Luft, übersprang willensstark Gegenspieler Kevin Mbabu deutlich und köpfte wuchtig ein - die Kombination der Berliner Eigengewächse führte zum 1:1 (74.)!

Anschließend parierte Jarstein einen Distanzknaller von Maximilian Arnold großartig (78.), während Lukebakio auf der anderen Seite nach Vorlage des eingewechselten Alexander Esswein an VfL-Keeper Koen Casteels scheiterte - weil er diesen aus Nahdistanz anschoss (86.)!

Vier Minuten später machte es der pfeilschnelle Angreifer nach einer hohen Hereingabe von Lukas Klünter dann viel besser und sorgte für die Entscheidung!

Er beförderte das Leder mit dem Hinterkopf am herausstürzenden Wolfsburger Schlussmann vorbei zum umjubelten 2:1 für Hertha ins Netz. Dabei blieb es am Ende, weil die Elf von Klinsmann das Ergebnis nun routiniert über die vierminütige Nachspielzeit brachte.

Für Hertha stehen nun zwei Duelle mit dem FC Schalke 04 an. Erst im Olympiastadion in der Liga (31. Januar, 20.30 Uhr), dann auswärts im DFB-Pokal (4. Februar, 20.45 Uhr).

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