Ibisevic-Treffer reicht nicht: Hertha verliert gegen Kiel

Berlin - Ohne zahlreiche Nationalspieler empfing Hertha BSC im Amateurstadion Zweitligist Holstein zum Testspiel. Am Ende setzte es eine 1:3-Niederlage. Das Ergebnis spielte aber nur eine Nebenrolle. Hertha-Trainer Pal Dardai ging es mehr um Wettkampfpraxis.

Hertha BSC traf im Amateurstadion auf Holstein Kiel.
Hertha BSC traf im Amateurstadion auf Holstein Kiel.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

Der Coach musste kurzfristig auf zahlreiche Stammspieler verzichten. Weder Davie Selke, Marco Grujic noch Karim Rekik konnten spielen.

Dafür ließ der Trainer mit Jessic Ngankam, Dennis Smarsch, Max Mulack, Lukas Kraeft und Sonny Ziemer viele Nachwuchskräfte von Anfang an ran.

Es dauerte 13 Minuten ehe die zusammengewürfelte Heimmannschaft zur ersten Chance kam. Mathew Leckie versuchte es mit einem Distanzschuss. Vier Minuten später lag Hertha hinten. Evina (38) hatte Kiel in Führung gebracht. Bereits kurz zuvor ließ der Stürmer eine gute Gelegenheit ungenutzt.

In der Folge machte Kiel den besseren Eindruck. Hertha tat sich schwer und musste den nächsten Treffer hinnehmen. Mörschel erhöhte auf 2:0 (30.).

Pal Dardai gibt an der Seitenlinie Anweisungen an seine Mannschaft.
Pal Dardai gibt an der Seitenlinie Anweisungen an seine Mannschaft.  © DPA

"Wenn sich vier fünf Spieler vor dem Spiel verletzt abmelden, ist das schwierig. Wir haben noch schnell eine Mannschaft zusammengebastelt. Die jungen Spieler haben uns nicht enttäuscht", sagte Pal Dardai nach dem Spiel.

Nach 36 Minuten brachte Herthas Kapitän Vedad Ibisvevic seine Mannschaft zurück ins Spiel. Der Stürmer setzte sich im Strafraum der Kieler robust durch und verkürzte auf 1:2. Hinten blieben die Blau-Weißen aber weiterhin anfällig. Keeper Smarsch verhinderte einen höheren Rückstand.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Hertha mit dem Zweitligisten seine Probleme und doch plötzlich die große Chance auf den Ausgleich. Der eingewechselte Siakam eroberte den Ball, sodass Ngankam frei durch war. Anstatt noch einmal querzulegen, versuchte es der Stürmer selbst und scheiterte an der Fußabwehr von Torwart Reimann (60).

Auch durch die vielen Wechsel auf beiden Seiten - nach 70 Minuten standen mit Skjelbred und Plattenhardt nur noch zwei Profis aus der Anfangself auf dem Platz - verflachte die Partie zunehmend.

"Das Ergebnis ist natürlich nicht so schön, aber das gehört dazu. Der sogenannte Trainingseffekt war da", so der Coach, der nächste Woche wieder mit den Verletzten rechnet. "Der Plan ist, dass sie Dienstag wieder dabei sind."

Kiel blieb weiterhin die gefährliche Mannschaft, scheiterte aber mehrmals am eingewechselten Gersbeck, ehe Awuku für den Schlusspunkt sorgte - 1:3 (81.).

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