Duda und Kalou bei Hertha vor dem Aus: Das sind die Verlierer unter Klinsmann

Berlin - Der Klinsi-Effekt zeigt Wirkung: Hertha BSC ist wieder eine "eklige Mannschaft". Nach sieben sieglosen Spielen in Serie gelang der Turnaround. Inzwischen sind die Berliner seit vier Partien ungeschlagen. Das Konzept von Jürgen Klinsmann ist einfach: hinten sicher und vorne sorgen die schnellen Davie Selke, Javairo Dilrosun und Dodi Lukebakio für Gefahr.

Sascha Horvath von Dynamo Dresden kämpft gegen Berlins Ondrej Duda (r) um den Ball.
Sascha Horvath von Dynamo Dresden kämpft gegen Berlins Ondrej Duda (r) um den Ball.  © Andreas Gora/dpa

Dass Hertha die Hinrunde mit 19 Punkten auf Platz zwölf beendet, hätte vor zwei Wochen angesichts des Spielplans wohl kaum einer gedacht. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt zwar nur vier Punkte, doch der ambitionierte Hauptstadt-Klub wirkt unter Klinsmann wieder gefestigter. Der 55-Jährige hat es in seiner kurzen Amtszeit geschafft die Hertha wieder ins halbwegs gesicherte Mittelfeld zu führen.

Wie so häufig gibt es bei einem Trainerwechsel aber auch Verlierer. TAG24 hat sie aufgelistet.

Ondrej Duda

Im letzten Jahr noch der Topscorer (elf Tore, sechs Assists), spielt Ondrej Duda auf dem Platz schon länger keine Rolle mehr. Unter Klinsmann stand der Spielmacher in vier von fünf Spielen nicht mal im Kader. Bei seinem letzten Startelfeinsatz in Frankfurt musste der Slowake kurz nach der Pause stark gelb-rot-gefährdet ausgewechselt werden.

Obwohl Duda erst im Sommer seinen Vertrag verlängert hatte, scheint ein Abgang im Winter wahrscheinlich. Zuletzt hatte der 25-Jährige im Berliner Kurier seinen Frust freien Lauf gelassen. "Ich werde nicht auf jemanden warten, der einen nicht will. Dann verschwende ich nur meine Zeit."

Jürgen Klinsmann plant nicht mehr mit Salomon Kalou

Salomon Kalou jubelt mit Ondrej Duda über seinen Treffer zum 1:0 gegen Borussia Dortmund.
Salomon Kalou jubelt mit Ondrej Duda über seinen Treffer zum 1:0 gegen Borussia Dortmund.  © Soeren Stache/dpa

Salomon Kalou

Nur fünf Liga-Einsätze, davon nur eines in der Startelf - zu wenig für Salomon Kalou. Auch nach dem Trainerwechsel wurde es für den Ivorer nicht besser. Nur bei Klinsmanns Premiere gegen Dortmund durfte Herthas Routinier ran.

Der 34-Jährige spielt in den Planungen von Jürgen Klinsmann keine Rolle mehr und darf den Verein im Winter wohl verlassen. "Wir haben sehr viel ältere verdiente Spieler dabei. Es kommen aber jüngere nach, die auch ihre Chance verdient haben", erklärte Klinsmann zuletzt. "Du kannst allen nur gerecht werden, wenn man einem älteren Spieler wie Kalou sagt: 'Mensch, ich finde gerade keinen Platz für dich.'"

Vedad Ibisevic

Bei Ante Covic hatte Vedad Ibisevic noch vor Davie Selke häufig die Nase vorn. Der 35-Jährige weiß mit drei Saisontreffern zwar nach wie vor wo das Tor steht, fand sich zuletzt aber immer häufiger auf der Bank wieder. Für das auf Konter angelegte Spiel unter Klinsmann passt Selke besser ins System. Zuletzt musste der Capitano sogar Pascal Köpke den Vortritt überlassen.

Jordan Torunarigha

Einen Winter-Abgang von Jordan Torunarigha müssen die Hertha-Fans laut "Kicker" nicht befürchten. Dennoch hat sich das Eigenwächs die Saison sicher anders vorgestellt. Mit seinem Last-Minute-Treffer rettete der talentierte Linksfuß Hertha im Pokal gegen Dresden ins Elfmeterschießen, in der Liga stehen aber bislang nur zwei Einsätze zu Buche.

In der Hierarchie ist der 22-Jährige hinter Dedryck Boyata, Karim Rekik und Niklas Stark nur Innenverteidiger Nummer vier. Das hat sich auch mit dem Trainerwechsel nicht geändert.

Jordan Torunarigha kam diese Saison kaum zum Zug.
Jordan Torunarigha kam diese Saison kaum zum Zug.  © Soeren Stache/dpa

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