Nach Rassismusvorwürfen: Auerbach lädt Herthas U16 ein

Berlin - Nach den Rassismusvorwürfen durch Juniorenspieler von Hertha BSC hat der sächsische Fußballclub VfB Auerbach die B-Jugend der Berliner zu einem Besuch und einem gemeinsamen Freundschaftsspiel eingeladen.

Herthas U16 hatte das Spiel beim VfB Auerbach abgebrochen.
Herthas U16 hatte das Spiel beim VfB Auerbach abgebrochen.  © Soeren Stache/dpa, Twitter/Sofian Chahed

"Uns liegt es daran, dass Jugendliche aus Berlin und dem Vogtland die Chance erhalten, sich auszutauschen", schrieb die Vereinsführung Auerbachs am Donnerstag in einem Brief an Hertha, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

"Sie sollen die Gelegenheit bekommen, eigene Lebenswege zu beschreiben und sich in Folge einer Begegnung, nicht nur auf dem Fußballplatz, auch besser zu verstehen und natürlich auch zu respektieren."

U16-Jugendspieler von Hertha BSC waren nach Angaben der Berliner von ihren Gegenspielern im B-Jugend-Regionalligaspiel bei Auerbach rassistisch beleidigt worden und hatten die Partie deshalb abgebrochen. Auerbach bedauerte die Vorfälle, verwahrte sich in einer Stellungnahme aber gegen den erhobenen Rassismus-Vorwurf.

Die Umstände seien "über eine überdimensionale Medienberichterstattung dargestellt" worden, schrieben Volkhardt Kramer, sportlicher Leiter von Auerbach, und Vorstand Knut Beyse an die Hertha-Jugend und Paul Keuter, Mitglied der Geschäftsleitung.

"Wir möchten die Inhalte nun nicht auch auf diesem Wege noch einmal bewerten oder kommentieren." Die Auswirkungen der Partie beschäftigen auch den Nordostdeutschen Fußballverband NOFV.

Update, 15.45 Uhr

Hertha bestätigte auf Anfrage den Erhalt des Schreibens. "Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir zunächst einmal dem Verein VfB Auerbach schriftlich darauf antworten möchten, bevor wir das öffentlich kommentieren", hieß es von den Berlinern.

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