Bittere Heimpremiere für Covic! Hertha verliert gegen effektives Wolfsburg

Berlin - Bittere Heimpremiere für Ante Covic! Hertha BSC hat das erste Spiel vor heimischem Publikum gegen den VfL Wolfsburg mit 0:3 (0:1) verloren.

Eiskalt verwandelt: Wout Weghorst sorgte für die schmeichelhafte Wolfsburger Führung.
Eiskalt verwandelt: Wout Weghorst sorgte für die schmeichelhafte Wolfsburger Führung.  © dpa/Andreas Gora

"Wölfe"-Stürmer Wout Weghorst brachte den VfL vor rund 42.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion in der neunten Spielminute durch einen verwandelten Elfmeter in Führung. Der eingewechselte Josip Brekalo traf zum zwischenzeitlichen 0:2 (83.), ehe Jerome Roussillon (90.) für den deutlichen Endstand sorgte.

Nach dem überraschenden Punktgewinn beim FC Bayern München musste Covic seine Mannschaft kaum verändern. Lediglich Salomon Kalou rutschte für Matthew Leckie ins Team. Dazu durfte sich Herthas talentierter Neuzugang Daishawn Redan über seine erste Kadernominierung freuen.

Nicht mal 20 Sekunden waren gespielt, schon gab es den ersten Aufreger im gut gefüllten Berliner Olympiastadion.

Hertha nutzte die Schlafmützigkeit der Wolfsburger direkt nach Anpfiff aus, Ondrej Duda preschte in den Sechzehner und wurde kurz vor seinem Abschluss von Joshua Guilavogui zu Fall gebracht. Schiedsrichter Guido Winkmann zeigte auf den Elfmeterpunkt. Die Ostkurve jubelte schon, doch nach Ansicht der TV-Bilder korrigierte er seine Entscheidung.

Die Anfangsphase hatte es auch anschließend in sich. In der neunten Spielminute entschied Winkmann wieder auf Elfer - diesmal für Wolfsburg. Xaver Schlager gewann das entscheidende Kopfduell im Strafraum und leitete die Kugel auf den freistehenden Felix Klaus. Kurz vor seinem Schuss hakte Karim Rekik ein und räumte den Ex-Freiburger ab. Den fälligen Elfer verwandelte Wout Weghorst souverän. Die Stimmung im Olympiastadion kochte.

VfL Wolfsburg entscheidet das Spiel gegen Hertha BSC in der Schlussphase

Viele Zweikämpfe in Halbzeit zwei: Ondrej Duda gewinnt den Ball vor Maximilian Arnold.
Viele Zweikämpfe in Halbzeit zwei: Ondrej Duda gewinnt den Ball vor Maximilian Arnold.  © dpa/Andreas Gora

Trotz hoher Temperaturen auf dem heiligen Rasen entwickelte sich ein packendes Bundesligaspiel, in dem Hertha klar tonangebend war und mit Chancen von Kalou (12. und 14. Spielminute) und Grujic (21.) gute Ausgleichsmöglichkeiten besaß.

Doch mit zunehmender Spielzeit stand Wolfsburgs Defensive sicherer, weshalb der Weghorst-Elfer der einzige Treffer in Halbzeit eins blieb.

Mit Wiederanpfiff belauerten sich beide Mannschaften, wenig Torgefahr und viele Zweikämpfe prägten das Bild.

Für den ersten Aufreger sorgte Herthas Kapitän Vedad Ibisevic, als er scheinbar frei auf Koen Casteels marschierte und kurz vor dem Torschrei des blau-weißen Anhangs von Ex-Berliner John Anthony Brooks abgegrätscht wurde.

Der Covic-Truppe fehlte es in der zweiten Halbzeit an nötige Zielstrebigkeit, einige Angriffe erstickten schon im Ansatz. Herthas Übungsleiter baute um, brachte Davie Selke (61., für Darida) und Daishawn Redan (70., für Kalou) und agierte fortan mit vier gelernten Angreifern.

Der Holländer hätte sein Pflichtspiel-Debüt fast gekrönt, doch sein Abschluss in Minute 73 ging am VfL-Kasten vorbei. Wolfsburg begrenzte das eigene Spiel auf Konter und nutzte sieben Minuten vor Spielende eine der wenigen Chancen eiskalt aus. Nach feinem Solo-Lauf traf der eingewechselte Josip Brekalo ins blau-weiße Herz (83.). Und es kam noch dicker: Jerome Roussillon erzielte mit Ablauf der 90. Spielminute das 0:3. Bitterer Schlusspunkt einer Partie, die Hertha nicht verlieren hätte müssen.

Trotz hohem Einsatz und ansprechender Leistung gelang es dem Hauptstadtklub nicht, den hart erkämpften Punkt aus München zu vergolden. Für Hertha geht es am kommenden Samstag nach Gelsenkirchen zum FC Schalke 04 (15.30 Uhr). Bei einer erneuten Niederlage droht ein Fehlstart!

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