Klinsi-Nachfolger bei Hertha BSC: Macht es Nouri wie Jogi Löw?

Berlin - Mit Jürgen Klinsmann will Hertha BSC raus aus dem Tabellenkeller. Nach der fünften Niederlage in Folge sind die Berliner auf den Relegationsplatz abgerutscht. Das Debüt gegen den BVB war schon mal vielversprechend, nun sollen gegen Eintracht Frankfurt endlich wieder drei Punkte eingefahren werden.

Jürgen Klinsmann und Co-Trainer Alexander Nouri haben bei Hertha BSC einen Vertrag bis Saisonende.
Jürgen Klinsmann und Co-Trainer Alexander Nouri haben bei Hertha BSC einen Vertrag bis Saisonende.  © Andreas Gora/dpa

Eine Dauerlösung ist der ehemalige Bundestrainer aber nicht. Der 55-Jährige wird nur bis zum Ende der Saison auf der Trainerbank sitzen und wird dann wieder in den Aufsichtsrat zurückkehren.

Die Wunschlösung für einen Nachfolger heißt bei den Hertha-Fans und wohl auch beim Verein der gebürtige Berliner Niko Kovac. Schon vor der Installierung von Klinsmann wurde der Kroate in Berlin gehandelt. Dem Vernehmen nach möchte Kovac nach seinem Bayern-Aus in dieser Saison aber keinen neuen Verein übernehmen.

Kommt der 48-Jährige nun im Sommer zurück zu seinem Ex-Klub? Ungewiss! Sollten Kovac und Hertha nicht zueinander finden, könnten die Berliner wie schon bei Pal Dardai und Ante Covic in den eigenen Reihen fündig werden.

Mit dem neuen Co-Trainer Alexander Nouri hat Klinsmann einen Assistenten, der schon Erfahrung als Cheftrainer mitbringt.

Von 2016 bis 2017 stand der 40-Jährige bei Werder Bremen an der Seitenlinie, vergangene Spielzeit trainierte er den FC Ingolstadt, wurde aber nach acht sieglosen Spielen wieder entlassen. Wie bei Klinsi endet auch Nouris Vertrag am Saisonende. Eine Zukunft beim Hauptstadt-Klub ist aber nicht ausgeschlossen.

Alexander Nouri kann sich Zukunft bei Hertha BSC vorstellen

Berlins Cheftrainer Jürgen Klinsmann (m) und Co-Trainer Alexander Nouri (r) stehen gestikulierend am Spielfeldrand.
Berlins Cheftrainer Jürgen Klinsmann (m) und Co-Trainer Alexander Nouri (r) stehen gestikulierend am Spielfeldrand.  © Andreas Gora/dpa

"Was sich hinten heraus entwickelt, hängt natürlich allein von den Ergebnissen ab. Klar, kann ich mir da auch etwas vorstellen", sagte Herthas Assistenztrainer. Schon bei der Vorstellung von Klinsmann hat der neue Coach klargemacht, dass seine Co-Trainer Verantwortung übernehmen werden.

"Die Assistenztrainer bereiten die Trainingseinheiten vor. Ich lasse ihn auch viel freie Hand", sagte Klinsmann, der beim Training eher der stille Beobachter ist. "Ich habe es gerne, wenn der Assistenztrainer das laute Wort hat. Mich werden die Spieler oft genug hören."

Als der Schwabe nach dem Sommermärchen 2006 bekannt gab, dass er seinen Vertrag als Bundestrainer nicht verlängern werde, wurde der DFB ebenfalls beim damaligen Co-Trainer fündig: Jogi Löw. Wiederholt sich nun die Geschichte?

Die Klinsmann-Nachfolge ist allerdings erstmal Zukunftsmusik. Momentan liegt der Fokus bei Hertha ohnehin auf etwas ganz anderem. Die Berliner brauchen dringend Punkte! Eine Situation, die für Nouri nicht neu ist. Schon in Bremen kämpfte der Deutsch-Iraner gegen den Abstieg. "Wenn die Resultate nicht so sind, wie man sich das vorstellt, dann arbeitet der Kopf."

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