Hertha-Trainer Covic will bei Bundesliga-Premiere den FC Bayern ärgern

Berlin - Für Hertha BSC startet die 57. Bundesliga-Saison mit einem richtigen Knaller. In der Münchener Allianz Arena darf das Team von Ante Covic beim amtierenden Deutschen Meister FC Bayern gastieren. Das Spiel wird in über 200 Ländern übertragen und bietet die optimale Möglichkeit für eine erste Standortbestimmung.

Ante Covic (m.) geht in die erste Saison als Cheftrainer der Hertha.
Ante Covic (m.) geht in die erste Saison als Cheftrainer der Hertha.  © dpa/Britta Pedersen

Vor dem ersten Bundesliga-Spiel als Cheftrainer ist der Fokus voll auf Herthas neuen Übungsleiter Ante Covic gerichtet. Der gebürtige Berliner mit kroatischen Wurzeln wirkt trotz der gewohnt locker. "Ich verspüre deutlich mehr Vorfreude als Nervosität!"

Vor der Partie am späten Freitagabend beim FC Bayern München tritt der Kroate ein wenig auf die Euphorie-Bremse: "Man darf nicht vergessen: Wir spielen gegen die beste Mannschaft Deutschlands. Eine Mannschaft die im letzten Jahr zwei Titel geholt hat. Nichtsdestotrotz freuen wir uns drauf."

Mut schöpft Hertha aus dem souveränen Auftritt im DFB-Pokal und den jüngsten Duellen gegen die Bayern. In den Gazetten wurde die Alte Dame in der Vergangenheit schon als "Angstgegner" der Münchener betitelt.

Die Berliner gewannen im Olympiastadion 2:0 und unterlagen in München nur knapp mit 0:1. Davor hatte es drei Unentschieden gegeben. "Diese Erinnerungen haben wir im Gepäck. Daraus können die Spieler Kraft saugen", bewertet Michael Preetz.

"Wir haben eine gute Visitenkarte gegen den schwerstmöglichen Gegner abzugeben. Wir müssen so nah wie möglich an die 100 Prozent kommen, da die Trauben dort sehr hoch hängen – ich glaube aber, dass wir bereit sind und mit Selbstvertrauen nach München fahren können", so Herthas Manager.

Einsatz fraglich: Maximilian Mittelstädt wird womöglich in München ausfallen.
Einsatz fraglich: Maximilian Mittelstädt wird womöglich in München ausfallen.  © dpa/Daniel Karmann

Covic erwartet gegen den Rekordmeister ein kampfbetontes Spiel, in dem Hertha wahrscheinlich wenig Ballbesitz haben wird und möglicherweise die Qualitäten von Per Ciljan Skjelbred gefragt sein können.

Der zweikampfstarke Norweger könnte Vladimir Darida ersetzen, der seine gute Leistung im DFB-Pokal gegen Eichstätt mit einem Tor krönte und dennoch womöglich auf der Bank Platz nehmen muss.

Neben Skjelbred könnte auch Neuzugang Eduard Löwen eine Option darstellen. Der Ex-Nürnberger kann vor allem in puncto Physis überzeugen.

Relativ sicher ausfallen wird Maximilian Mittelstädt, obwohl Covic noch die morgige Trainingseinheit abwarten will. Dennoch bewertet der Coach: "Es macht keinen Sinn einen Spieler zu bringen, der nicht 100 Prozent fit ist."

Wie im DFB-Pokal wird wahrscheinlich Jordan Torunarigha auf die linke Seite rücken. Neben "Maxi" werden auch Marvin Plattenhardt, Javairo Dilrosun, Dydryck Boyata und Arne Maier fehlen.

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