Hertner: Von Abstiegsfrust zu Aufstieglust

Frust nach dem Abstieg: Die (Ex)-Auer Rico Benatelli, Sebsatian Hertner (Mi.) und Selcuk Alibaz.
Frust nach dem Abstieg: Die (Ex)-Auer Rico Benatelli, Sebsatian Hertner (Mi.) und Selcuk Alibaz.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Abstiegsfrust im April 2015, Aufstiegslust im April 2016. Sebastian Hertner ist neben Martin Männel und Mike Könnecke der einzige Auer, der beides erlebt hat beziehungsweise erlebt. „Der Druck jetzt ist deutlich angenehmer“, lacht er.

Im Vorjahr verlor Aue am zweiten April-Wochenende daheim gegen Sandhausen mit 0:1. Eine Niederlage, die auch mit für den Abstieg verantwortlich war.

Jetzt am zweiten April-Wochenende hat der FCE erneut ein Heimspiel, dieses Mal gegen die „U23“ des SV Werder. Mit einem Sieg wären die Lila-Weißen wieder einen Schritt näher dran am Wiederaufstieg.

„Das jetzt ist einfach nur positiver Druck. Wir haben Euphorie, sind gut drauf, wir haben Lust am Gewinnen. Das macht schon mehr Spaß als unten drin zu stecken“, so Hertner.

Aber er zieht auch eine Parallele: „Der Präsident hat gesagt, wir sollen die Situation annehmen wie Abstiegskampf. Wir sollen den zweiten Platz nicht mehr hergeben, ihn verteidigen wie einen Nichtabstiegsplatz.“

Heute ist Hertner (2.v.r) mit seinen Mitspielern im Auftstiegskampf gut dabei.
Heute ist Hertner (2.v.r) mit seinen Mitspielern im Auftstiegskampf gut dabei.

Den Unterschied zwischen dem Vorjahr und jetzt macht Hertner auch an der Mannschaft und der Grundstimmung aus.

Damals lief keiner mit einem breiten Grinsen durch die Gegend, die Spieler wirkten oft genervt und extrem angespannt.

Das ist jetzt anders. Hertner: „Abstiegskampf ist schlimmer. Da will jeder mithelfen und wenn es nicht läuft, gibt es auch mal Ärger. Jetzt zieht jeder mit, vor allem die Leute von der Bank. Da muckt keiner auf. Das macht die Mannschaft aus, charakterlich sind wir im Einklang.“

Das wollen die Männer morgen gegen die Kicker von der Weser wieder unter Beweis stellen. Die Konzentration ist hoch, wie Sebastian Hertner verrät: „Ich war zwar im Hinspiel nicht dabei, spüre aber schon, dass dieses 0:4 in Bremen an der Truppe nagt - und das nicht nur ein bisschen. Wir wollen das ausbügeln.“

Gelingt das, geht auch die Aufstiegslust weiter ...

Fotos: Picture Point/S. Sonntag, imago


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0