So soll es mit der "Hitler-Glocke" weitergehen

Herxheim am Berg - Für die sogenannte Hitler-Glocke in ihrer evangelischen Kirche rechnet die pfälzische Gemeinde Herxheim am Berg weiter mit einer erklärenden Infotafel.

Der Streit um die sogenannte "Hitler-Glocke" kostete den ehemaligen Bürgermeister Ronald Becker sein Amt.
Der Streit um die sogenannte "Hitler-Glocke" kostete den ehemaligen Bürgermeister Ronald Becker sein Amt.  © DPA

Ein Termin sei noch nicht festgelegt, verlautete am Montag aus der örtlichen Verwaltung. Zuvor hatte es geheißen, ein Aufstellen etwa Ende Januar sei nicht ausgeschlossen. Die Genehmigung der Landeskirche liegt demnach vor.

Im Gespräch ist eine Stele oder ein Stein auf einer Grünfläche der Kirche, in deren Turm die Glocke mit Hakenkreuz und der Aufschrift "Alles fuer's Vaterland. Adolf Hitler" hängt.

Nach langem Ringen war beschlossen worden, dass der umstrittene Klangkörper hängen bleiben, aber nicht mehr zu kirchlichen Zwecken geläutet werden soll. Beim Text für die Tafel soll auch der geschichtliche Hintergrund berücksichtigt werden.

So besitzt die Direktion Landesdenkmalpflege einen Beleg dafür, dass die Glocke nicht etwa ein Geschenk Hitlers war, sondern von der Gemeinde 1934 bezahlt wurde.

Schon in der Vergangenheit gab es viel Diskussionsbedarf rund um die "Hitler-Glocke". Unter anderem kostete sie den ehemaligen Bürgermeister Roland Becker sein Amt, nachdem dieser sich relativierend über Adolf Hitler und die NS-Zeit geäußert hatte und sich regelrecht stolz über die mit einem Hakenkreuz versehene Kirchenglocke zeigte.

Letztlich trat Becker im Spetember 2018 aufgrund des öffentlich ausgeübten Drucks zurück, der parteilose Georg Welker übernahm nach einer entscheidenden Stichwahl sein Amt.


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