Herzlos! Mann verprügelte Hund mit Holzlatte

Jörg S. (51) kassierte gestern eine Geldstrafe vom Amtsgericht.
Jörg S. (51) kassierte gestern eine Geldstrafe vom Amtsgericht.

Zwickau - Hundegebell auf dem Nachbargrundstück kann nerven. Aber was Jörg S. (51) dann tat, ist grausam: Der Mann verprügelte laut Anklage einen kläffenden Hund mit einer Holzlatte. Gestern gab’s dafür die Strafe vor Gericht.

Als Jörg S. im Mai 2015 seinen 30. Hochzeitstag feiern wollte, rannten auf dem Nachbargrundstück zwei Border Collies bellend herum. Durch das Gekläffe gingen dem Mann offenbar die Nerven durch: Er soll mit einer Holzlatte von 120 Zentimetern Länge über den Zaun hinweg Hund „Blacky“ heftig auf den Kopf gehauen haben. Entsetzt kamen die Hundebesitzer angerannt, holten ihre Lieblinge schnell ins Haus.

Der Angeklagte bestreitet die Schläge: „Wir wollten feiern, da störte das Hundegekläff. Ich ging zum Zaun und schrie die Hunde an.“ Mit einer Holzlatte in der Hand - die Schläge habe es aber nie gegeben. Diese Version bestätigen seine Frau, Tochter und Schwiegersohn.

Die Hundebesitzerin Kerstin W. (44) und ihr Sohn Ken W. (24) sagten dagegen übereinstimmend: „Aus dem Fenster konnten wir sehen, wie Herr S. mit der Latte auf den Hund einschlug. Dann hörten wir Blacky jaulen und fiepen.“

Der Tierarzt in Hartmannsdorf stellte bei dem Border Collie eine Gehirnerschütterung fest. Das Amtsgericht Zwickau verurteilte den Mann wegen Tierquälerei zu 1800 Euro Geldstrafe (30 Tagessätze).

Foto: Theo Stiegler


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