Abschiebungen aus Hessen: So viele Menschen mussten gehen

Wiesbaden - In Hessen sind in den ersten zehn Monaten dieses Jahres erheblich mehr abgelehnte Asylbewerber abgeschoben worden als im gesamten Jahr 2017.

Dieses Foto vom 4. Dezember zeigt die Abschiebung eines jungen Mannes aus Afghanistan vom Flughafen Frankfurt aus.
Dieses Foto vom 4. Dezember zeigt die Abschiebung eines jungen Mannes aus Afghanistan vom Flughafen Frankfurt aus.  © dpa/Boris Roessler

Von Januar bis Oktober mussten 1504 Personen das Land verlassen, wie Marcus Gerngroß, Vize-Sprecher des hessischen Innenministeriums, am Mittwoch auf Anfrage mitteilte.

2017 wurden insgesamt 1148 Asylbewerber abgeschoben.

Gerngroß wies zudem darauf hin, dass die Landesregierung "erhebliche Anstrengungen" unternehme, um die Menschen zu einer freiwilligen Ausreise zu bewegen und mit gezielten Rückkehrberatungen zu unterstützen. In diesem Jahr seien von Januar bis Oktober insgesamt 2117 Personen freiwillig ausgereist. 2017 waren es 2908 Menschen.

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Sieben geplante Abschiebungen wurden nach einem Bericht des Hessischen Rundfunks (HR) in diesem Jahr per Eilantrag verhindert.

Zudem kassierten Gerichte demnach zehn Abschiebehaft-Anordnungen, weil es dabei zu Rechtsfehlern gekommen sei.

Von Januar bis Oktober 2018 wurden 1504 abgelehnte Asylbewerber aus Hessen abgeschoben (Symbolbild).
Von Januar bis Oktober 2018 wurden 1504 abgelehnte Asylbewerber aus Hessen abgeschoben (Symbolbild).  © dpa/Julian Stratenschulte

Titelfoto: dpa/Boris Roessler

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