Wella macht dicht: 380 Mitarbeiter verlieren Job

Das Ende ist beschlossen: Das Wella-Werk in Hünfeld wird geschlossen. Darmstadt bleibt aber weiterhin bestehen. (Symbolbild)
Das Ende ist beschlossen: Das Wella-Werk in Hünfeld wird geschlossen. Darmstadt bleibt aber weiterhin bestehen. (Symbolbild)  © dpa/Frank May

Hünfeld - Am Donnerstag erhielt die Belegschaft die Schreckensnachricht: Der Wella-Standort im osthessischen Hünfeld wird geschlossen.

Wie Hit-Radio FFH berichtete, ging monatelanges Ringen der Entscheidung voraus. Doch am Donnerstag fiel der Entschluss: Der US-Konzern Coty bestätigte, dass der Haarpflege-Hersteller in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres die Herstellung von Kosmetikprodukten nahe Fulda auslaufen lässt.

Der Grund für das Aus des Wella-Werks liegt in der Produktion, denn diese sei auf Dauer nicht rentabel genug. Das habe eine Analyse ergeben, sagte ein Coty-Sprecher auf Anfrage. Wella war im Oktober 2016 an den Parfüm- und Kosmetikkonzern Coty verkauft worden.

In mehreren Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern wurde diskutiert, wie die Schließung womöglich abgewendet werden könne. Der Betriebsratsvorsitzende hatte den Abbau von 100 auf 280 Stellen, eine längere Wochenarbeitszeit und weniger Lohn ins Gespräch gebracht.

Doch die Vorschläge konnten das Ende nicht verhindern: 380 Mitarbeiter verlieren damit ihren Job.

Als nächstes gehe es um die Verhandlungen des Sozialplans, teilte Coty mit. Coty produziert aber weiterhin in Deutschland, in Rothenkirchen (Sachsen) und Köln. Diese Standorte sollen den Angaben zufolge sogar ausgebaut werden.

Aber auch in Hessen ist Wella weiterhin vertreten: Der deutsche Hauptsitz befindet sich in Darmstadt und im südhessischen Weiterstadt werde ein Verteilzentrum für Europa ausgebaut.

Titelfoto: dpa/Frank May


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