Immobilien-Wahnsinn! Rund 1800 Euro pro Quadratmeter

Frankfurt/Wiesbaden - Der Immobilienboom treibt die Preise für Wohnungen und Häuser in Hessen vielerorts weiter nach oben.

Können bald nur noch die Reichen in Frankfurt wohnen?
Können bald nur noch die Reichen in Frankfurt wohnen?  © dpa/Frank Rumpenhorst

2017 wurden Kaufverträge im Wert von 22,4 Milliarden Euro abgeschlossen – 16 Prozent mehr als im Vorjahr.

Dabei lag die Zahl der Abschlüsse mit 66.000 zugleich um 3000 unter dem Vorjahr. Das zeigt der Immobilienmarktbericht des Landes Hessen, der am Freitag in Wiesbaden veröffentlicht wurde.

Laut dem Papier, das die notariell erfassten Kaufverträge von 44 regionalen Gutachterausschüssen enthält, wurden die höchsten Umsätze im Rhein-Main-Gebiet verzeichnet. Im Frankfurt schoss der Wert der Abschlüsse um 36 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro hoch. Hohe Erlöse gab es ferner im Hochtaunuskreis und im Main-Taunus-Kreis.

Im Schnitt kostete ein gebrauchtes frei stehendes Einfamilienhaus in Hessen 320.000 Euro – rund 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr (307.000). Noch stärker verteuerten sich neue Eigentumswohnungen: Die Preise kletterten um 13,5 Prozent auf 3350 Euro je Quadratmeter nach 2950 Euro im Jahr 2016.

Wohnungen im Bestand wechselten im Schnitt für 1850 Euro je Quadratmeter den Besitzer (plus 12 Prozent).

In großen Städten wie Frankfurt herrscht schon seit geraumer Zeit ein großer Mangel an günstigem Wohnraum. Zugleich entstehen in der Mainmetropole immer mehr Luxus-Apartments (TAG24 berichtete).

Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen trägt mit großer Wahrscheinlichkeit auch zu dem rasanten Anstieg der Immobilien-Preise in Frankfurt bei.

Günstiger Wohnraum ist in Städten wie Frankfurt ein knappes Gut (Archivbild).
Günstiger Wohnraum ist in Städten wie Frankfurt ein knappes Gut (Archivbild).  © dpa/Frank Rumpenhorst

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst


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