Innenministerium alarmiert: So viele Hessen sind IS-Kämpfer

Auch zahlreiche Hessen sind für den IS in den Kampf gezogen (Archivbild).
Auch zahlreiche Hessen sind für den IS in den Kampf gezogen (Archivbild).  © DPA/EPA/ALBARAKA

Wiesbaden - Den hessischen Sicherheitsbehörden liegen Erkenntnisse zu etwa 140 Islamisten aus Hessen vor, die in IS-Kampfgebiete in Syrien und dem Irak ausgereist sind.

Der überwiegende Teil der Personen sei jünger als 30 Jahre, teilte das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Wiesbaden mit. Etwa ein Fünftel der Gruppe sei weiblich. Insgesamt zeichne sich eine verringerte Ausreisedynamik ab. Etwa ein Viertel der Personen befindet sich laut Ministerium derzeit wieder in Hessen.

Nicht in allen Fällen lägen Erkenntnisse vor, dass sich diese Islamisten tatsächlich in Syrien oder Irak aufhalten oder aufgehalten haben, erklärte das Ministerium. Nach Auswertung der vorliegenden Erkenntnisse sollen sich rund 20 der zurückgekehrten Personen aktiv an Kämpfen beteiligt oder dafür eine Ausbildung absolviert haben. Zu etwa 25 Personen gebe es Hinweise, dass diese in Syrien oder im Irak ums Leben gekommen seien.

Erst am Donnerstag war bekannt geworden, dass der erst 14 Monate alte Sohn der hessischen Islamistin Sibel H. aus dem Irak nach Deutschland zurückkehren soll. Der Junge soll in Deutschland bei seinen Großeltern leben (TAG24 berichtete).

Titelfoto: DPA/EPA/ALBARAKA


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