Warum pfeifen so viele Städte in Hessen auf die Radwegepflicht?

Radwege sind nicht immer die sicherere Route. (Symbolbild)
Radwege sind nicht immer die sicherere Route. (Symbolbild)  © DPA

Wiesbaden - Radfahrer sollen nach Ansicht des verkehrspolitischen Sprechers der FDP-Fraktion im hessischen Landtag auf Radwegen bleiben.

Das sei im Interesse ihrer eigenen Sicherheit, sagte Jürgen Lenders der Deutschen Presse-Agentur. Die Radwegepflicht in Städten abzuschaffen sei "ein falsches Signal".

Besonders Straßen mit Schwerlastverkehr und hohen Geschwindigkeitsunterschieden zwischen Autos und unmotorisierten Zweirädern seien gefährlich, erklärte Lenders.

Beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Hessen sieht man die größere Gefahr, wenn Städte und Gemeinden die Benutzung des Radwegs vorschreiben. Oft seien die Wege für Radler zu schmal und in schlechtem Zustand, erklärte ein ADFC-Referent.

Die Radfahrer seien für abbiegende Autofahrer schlechter sichtbar als auf der Straße. Die allgemeine Benutzungspflicht in der Straßenverkehrsordnung sei schon fast zwanzig Jahre aufgehoben, erklärte er. Nur werde dies von den hessischen Kommunen immer noch "schleppend" umgesetzt.

Wie viele Radwege es in Hessen mit und ohne Benutzungspflicht gibt, kann das Verkehrsministerium nicht sagen. Es müsse in jeder Kommune einzeln erfragt werden. Radrouten, die sich teils mit den Wegen überschneiden, gebe es etwa auf einer Strecke von 22.000 Kilometern.


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