Sie übertragen Krankheiten! Immer mehr Ratten in Hessen

Wieviele Ratten es in Hessen gibt, weiß niemand (Archivbild).
Wieviele Ratten es in Hessen gibt, weiß niemand (Archivbild).  © dpa/Arno Burgi

Darmstadt - Die Zahl der Ratten in Hessen wird nach Einschätzung von Schädlingsbekämpfern immer größer.

Die Nager sind nicht ungefährlich: Ratten können für den Menschen gefährliche Infektionskrankheiten wie Salmonellose (Salmonellen) und Leptospirose (Weil-Krankheit) übertragen. Ansteckungsgefahr besteht vor allem beim Kontakt mit Urin oder Kot der Tiere.

"In den Städten nimmt der Befall überall zu", sagte Björn Kleinlogel vom Landesverband der Schädlingsbekämpfer der Deutschen Presse-Agentur. So machten neue Vorschriften die Bekämpfung immer teurer. Städte und Gemeinden reagierten auf steigende Kosten, indem sie den Umfang der Rattenbekämpfung reduzierten.

Wieviele Ratten es in Hessen gibt, weiß niemand. Laut dem Hessischen Umweltministerium liegen dazu keine Erhebungen vor. Schätzungen, wonach es mehr Ratten als Menschen in Hessen gibt, hält Schädlingsbekämpfer Kleinlogel aber für übertrieben.

Grund für die Vermehrung der Nager sei vor allem die Entsorgung von Essensresten über die Toilette. Die Bekämpfung von Ratten ist in Hessen durch die Schädlinsgbekämpfungsverordnung des Landes geregelt. Demnach stehen die Eigentümer von Grundstücken, Gebäuden oder Kanälen in der Pflicht, wenn Schädlinge auftreten, die Krankheiten übertragen können.

Die Grundstückseigentümer müssen die Kommune informieren und die Bekämpfung in die Wege leiten. Im Freien darf das Gift nicht unbedeckt ausgelegt werden. Warnzettel müssen auffällig angebracht werden.

Titelfoto: dpa/Arno Burgi


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