Schockierend: Mehr als jeder zweite Kommunal-Politiker von Hetze betroffen

Frankfur am Main - Beleidigt, beschimpft, angefeindet: 54 Prozent der Landräte und Bürgermeister sind nach einer Online-Umfrage des Hessischen Rundfunks von verbalen Attacken betroffen.

Und 14 Prozent der Befragten gaben an, dass sie wegen Beleidigungen oder Bedrohungen schon über einen Amtsverzicht nachgedacht hätten.
Und 14 Prozent der Befragten gaben an, dass sie wegen Beleidigungen oder Bedrohungen schon über einen Amtsverzicht nachgedacht hätten.

Zehn Prozent antworteten in der Umfrage, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten bedroht worden seien.

Und 14 Prozent gaben an, dass sie wegen Beleidigungen oder Bedrohungen schon über einen Amtsverzicht nachgedacht hätten.

Anlässe für verbale Attacken waren an erster Stelle Straßen-Sperrungen oder Bußgeld-Bescheide.

Das Thema Verkehr hatte einen Anteil von 49 Prozent, wobei die Kommunalpolitiker mehrere Themen nennen konnten, bei denen sie Hetze erfahren haben.

An zweiter Stelle folgten Bau-Genehmigungen und Bau-Aufsicht (36 Prozent) und erst an dritter Stelle Fragen der Flüchtlings- und Asylpolitik (35 Prozent).

Häufiger genannt wurden auch Tier- und Naturschutz (20 Prozent) und Familien-Fragen wie Sorge-Recht oder Maßnahmen des Jugendamts (13 Prozent).

21 Prozent kommen aus rechtsextremen Kreisen

Sofern die Urheber bestimmbar waren, kamen sie nach Einschätzung der Kommunalpolitiker zu 21 Prozent aus rechtsextremen Kreisen. Danach folgten Reichsbürger (20 Prozent), Natur- oder Tierschützer (11 Prozent), Windkraftgegner (7 Prozent) und Linksextreme (5 Prozent).

An der Umfrage beteiligten sich von Mitte Juli bis Ende August 322 von 444 Landräten und Bürgermeistern in allen hessischen Kommunen.

Allen Teilnehmern wurde Anonymität zugesichert. Detailergebnisse zu einzelnen Kommunen oder Kreise wurden nicht veröffentlicht.


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