Trotz Regen: Dürre-Sommer 2019 wird zur Gefahr für Bäume in Hessen

Offenbach am Main - Endlich regnet es wieder Hessen, doch für viele Bäume reichen die Tropfen vom Himmel nicht aus. Wird der Dürre-Sommer 2019 zur Gefahr für die Wälder?

Das Foto zeigt eine 80 Jahre alte Hängebuche in Frankfurt. Der Baum ist aufgrund der Trockenheit krank, er muss gefällt werden.
Das Foto zeigt eine 80 Jahre alte Hängebuche in Frankfurt. Der Baum ist aufgrund der Trockenheit krank, er muss gefällt werden.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Zum teil kräftige Schauer und Gewitter gingen am Dienstag und Mittwoch über Hessen nieder.

Für den Freitag sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach weitere Niederschläge in Hessen voraus – sogar Starkregen ist demnach möglich.

Doch für viele Bäume reicht das Nass vom Himmel wahrscheinlich nicht – der Dürre-Sommer 2019 war bisher viel zu trocken.

Die erwartete Menge an Regen reiche voraussichtlich aus, um die Lage bei den von Trockenheit geplagten Feldfrüchten wie Mais und Zuckerrüben zumindest zu verbessern, sagte DWD-Agrarmeteorologe Andreas Brömser am Mittwoch.

Der ebenfalls von der Dürre gestresste Wald könne zunächst aber nicht profitieren.

In Hessen sei es regional unterschiedlich trocken, betroffen sei vor allem der Süden und der Westen.

In Geisenheim und Frankfurt etwa sei die Situation noch angespannter als im Trockenjahr 2018.

Meteorologe: "Diese Trockenheit ist dramatisch"

Teils sei es so trocken wie seit knapp 40 Jahren nicht mehr um dieses Jahreszeit. "Diese Trockenheit ist dramatisch und sehr ungewöhnlich", sagte der Meteorologe. Regen werde sehr dringend benötigt.

Um in den oberen Bodenschichten Normalwerte zu erreichen, seien mehrere nasse Wochen nötig. Darunter liegende Schichten, aus denen etwa Bäume ihr Wasser ziehen, bräuchten selbst in diesem Fall mehrere Monate zur Erholung, wie Brömser sagte. "Das wird dauern, bis man hier positive Effekte sieht."

An Stationen in Nord- und Osthessen sei die Lage dagegen entspannter als vergangenes Jahr, beispielsweise in Bad Hersfeld. Vergleichbar sei die Situation unter anderem in Eschwege.

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

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