Verdi weitet Busfahrer-Streik am Donnerstag aus

Hessen - Die Fahrer privater Busunternehmen in Hessen wollen ihren Streik am dritten Tag ausweiten.

Der Tarifkonflikt zwischen Verdi und dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer ist festgefahren.
Der Tarifkonflikt zwischen Verdi und dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer ist festgefahren.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Man werde am Donnerstag auch Busfahrer in Wiesbaden, Hofheim und Kriftel aufrufen, die Arbeit niederzulegen, teilte Verdi mit.

Außerdem sollen Straßenbahnfahrer in Darmstadt sich in Form eines 24-stündigen Solidaritäts-Streiks anschließen, erklärte die Gewerkschaft am Mittwoch.

Am Mittwoch hatten sich laut Verdi erneut rund 3100 Busfahrer in mehreren hessischen Städten an dem unbefristeten Ausstand beteiligt - darunter in Frankfurt, Darmstadt, Kassel und Fulda (TAG24 berichtete).

Die Gewerkschaft hatte schon zuvor angekündigt, so lange weiter streiken zu wollen, bis ein besseres Angebot vorliege (TAG24 berichtete).

Der Tarifkonflikt scheint damit festgefahren, denn auch der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) zeigte sich zuletzt unnachgiebig.

Verdi verlangt für die rund 4400 privaten Busfahrer kräftige Lohn-Steigerungen sowie mehr bezahlte Pausen und Urlaub. So soll das Grundgehalt nach dem Willen der Gewerkschaft von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro die Stunde steigen.

Der LHO hatte sein Angebot nachgebessert, was Verdi aber nicht ausreichte. Die fünfte Verhandlungsrunde am vergangenen Donnerstag war ergebnislos geblieben.

Zahlreiche Menschen warten morgens an einer Haltestelle für Busse und Straßenbahnen an der Konstablerwache in der Innenstadt.
Zahlreiche Menschen warten morgens an einer Haltestelle für Busse und Straßenbahnen an der Konstablerwache in der Innenstadt.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst


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