Heute bekommen wir's endlich aufgeklärt

Atemlos: Können Nina Rubin und Praktikantin Anna (Carolyn Genzkow, 24) ihren zwielichtigen Kollegen rechtzeitig retten?
Atemlos: Können Nina Rubin und Praktikantin Anna (Carolyn Genzkow, 24) ihren zwielichtigen Kollegen rechtzeitig retten?  © rbb/Oliver Vaccaro

Berlin - „Dunkelfeld“ führt das Geheimnis der bisherigen drei Berlin-„Tatorte“ mit den Kommissaren Nina Rubin (Meret Becker, 47) und Robert Karow (Mark Waschke, 44) zum finalen Höhepunkt:

Die Rätsel um Karows Vergangenheit und den mysteriösen Tod seines früheren Partners Gregor Maihack werden aufgelöst.

Hatte Karow selber seine Hand im Spiel? Kronzeuge Berger will die entscheidende Aussage machen, doch auf dem Weg zum Staatsanwalt geraten beide in einen bewaffneten Hinterhalt. Berger stirbt, bevor er sagen kann, wo das Handyvideo versteckt ist, das Maihacks Tod zeigt und Karow angeblich entlasten soll.

Umgehend wird Maihacks Witwe Christine - mit der Karow ein Verhältnis hatte - entführt und auch Karow selbst gerät in die Fänge ultrabrutaler Schergen. Nina Rubin, die sich eigentlich für die Bar Mitzwa ihres Sohnes freigenommen hat, muss nun im Wettlauf mit der Zeit ihren Kollegen retten - und deckt zugleich einen gigantischen Bauskandal auf.

Lohnt sich das Einschalten?

Grundsätzlich ja - aber man sollte schon die vorangegangenen Folgen gesehen haben. In „Dunkelfeld“ geht es ausschließlich um die Auflösung der Karow-Maihack-Vorgeschichte. Wenn man das akzeptiert, bekommt man einen gnadenlos spannenden und streckenweise sehr gewalttätigen Großstadtthriller geboten, der gut zum Schauplatz Berlin passt.

Es zeigt sich aber auch die Gefahr des so hippen „horizontalen Erzählens“: Die bisherigen Fälle „Das Muli“ (März 2015); „Ätzend“ (November 2015) und „Wir - Ihr - Sie“ (Juni 2016) lagen einfach zu weit auseinander für eine durchgehende Handlung, die eigentlich nur Nebenstrang sein sollte, die Hauptfälle aber stets überlagerte. Die Idee ist ja gut, nur taugt das nicht für den „Tatort“.

Künftig konzentriert sich der rbb mehr auf abgeschlossene Fälle. Gut so, denn Karow und Rubin bleiben die derzeit spannendsten, ambivalentesten „Tatort“-Kommissare, deren eigenwillige, uneindeutigen Charaktere solch dramaturgisch überflüssige Experimente gar nicht nötig haben.

Brenzlig: Karow und Christine Maihack (Ursina Lardi, 45) sind den Gangstern in die Falle gegangen - und die fackeln nicht lange.
Brenzlig: Karow und Christine Maihack (Ursina Lardi, 45) sind den Gangstern in die Falle gegangen - und die fackeln nicht lange.  © rbb/Oliver Vaccaro

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