15 Frauen hingerichtet: Buxtehude lässt Hexenprozess-Akten restaurieren

Buxtehude - Die Stadt Buxtehude setzt die historische Aufarbeitung der grausamen Hexenprozesse vor mehr als 400 Jahren fort und lässt die erhaltenen Akten restaurieren.

Die Restauratorin zeigt die Original-Akten aus dem Bestand des Stadtarchivs.
Die Restauratorin zeigt die Original-Akten aus dem Bestand des Stadtarchivs.  © DPA

Am Montag übergab das Stadtarchiv die handschriftlichen Dokumente aus dem 16. und 17. Jahrhundert einer Hamburger Restauratorin. Die Arbeiten sollen bis Mai dauern, wie Stadtarchivarin Eva Drechsler sagte.

Die Kosten für die Restaurierung der Akten werden auf 6500 bis 7000 Euro geschätzt.

Zwischen 1540 und 1644 waren in Buxtehude 21 Frauen wegen Hexerei und Zauberei angeklagt worden. Nachweislich 15 von ihnen wurden hingerichtet, die meisten durch Verbrennen.

Erst die schwedische Herrschaft im Dreißigjährigen Krieg setzte der Verfolgung von Frauen ein Ende.

Am 17. August 2017 errichtete die Stadt ein Bronzemahnmal, um an dieses dunkle Kapitel der Stadtgeschichte zu erinnern.

Gudrun Kühl restauriert die Akten der Buxtehuder Hexenprozessen zwischen 1540 und 1644.
Gudrun Kühl restauriert die Akten der Buxtehuder Hexenprozessen zwischen 1540 und 1644.  © DPA

Titelfoto: DPA

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