Starker Zweiter: Deshalb begeistert der Hallesche FC in der 3. Liga!

Halle (Saale) - Der Hallesche FC rockt die 3. Liga! Die Saalestädter liegen mittlerweile auf einem stolzen zweiten Platz in der 3. Liga. Damit hatten vor Saisonbeginn wohl nur die kühnsten Optimisten gerechnet.

Terrence Boyd (r.) hat beim HFC voll eingeschlagen. Auch Björn Jopek (M.) überzeugt in der laufenden Saison mit guten Leistungen.
Terrence Boyd (r.) hat beim HFC voll eingeschlagen. Auch Björn Jopek (M.) überzeugt in der laufenden Saison mit guten Leistungen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Denn der HFC hatte im Sommer einen großen Umbruch zu verkraften. Insgesamt zehn Neuzugänge, ein Rückkehrer und zehn Abgänge sorgten für reichlich Bewegung im Kader.

Trainer Torsten Ziegner ist es dafür überraschend schnell gelungen, eine echte Einheit aus den vorhandenen Spielern zu formen, bei der auch schon viele Automatismen stimmen.

Hinzukommt, dass mehrere Neuverpflichtungen sich auf Anhieb als Verstärkungen erwiesen haben. Allen voran ist hier der vierzehnfache US-Nationalspieler Terrence Boyd zu nennen, der erst am 29. Juli vom FC Toronto aus der Major League Soccer an die Saale wechselte.

Seitdem hat der "Zyklop", der früher bei RasenBallsport Leipzig spielte, in wettbewerbsübergreifend fünf Spielen drei Tore erzielt und zwei Treffer direkt vorbereitet.

Mit seiner Wucht und seiner Torgefahr ist er eine echte Bereicherung für das HFC-Spiel. Somit verfügen die Hallenser im Angriff über eine neue Komponente.

Momentan sprüht Boyd vor Spielfreude geradezu über, was auch daran liegt, dass ihm endlich wieder Vertrauen entgegengebracht wird, sich sein Torknoten gelöst- und er erkennbar wieder Spaß auf dem Platz hat.

Patrick Göbel und Jonas Nietfeld entpuppten sich beim HFC auf Anhieb als Verstärkungen

Patrick Göbel (l.) belebt das HFC-Spiel mit seiner Dynamik und Schusstechnik. Hier behauptet er sich im DFB-Pokal gegen Wolfsburgs Jérôme Roussillon.
Patrick Göbel (l.) belebt das HFC-Spiel mit seiner Dynamik und Schusstechnik. Hier behauptet er sich im DFB-Pokal gegen Wolfsburgs Jérôme Roussillon.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Damit steht er sinnbildlich für Halle. Denn natürlich ist so ein Aufwind nur möglich, wenn auch die anderen Spieler da mithalten können.

So hat sich auch Patrick Göbels Transfer vollauf gelohnt. Der wuselige Flügelspieler hat in sieben Spielen bereits drei Mal getroffen und ein weiteres Tor direkt vorbereitet - klasse Quote!

Er sorgt mit seiner Dynamik sowie seiner starken Schusstechnik für Belebung und wird vermutlich auch in der Zukunft noch an dem ein oder anderen Treffer mehr beteiligt sein.

Letzteres gilt für Jonas Nietfeld ebenfalls, der in sieben Einsätzen bereits vier Torbeteiligungen vorweisen kann (zwei Treffer, zwei Vorlagen).

Auch Felix Drinkuth ist aus der Halle-Startelf nicht mehr wegzudenken und sorgt in der Offensive mit seinen Pässen für Gefahr im gegnerischen Sechzehner.

Darüber hinaus haben auch die etablierten Akteure wie Abwehrchef Niklas Landgraf, Kapitän Sebastian Mai, die kongeniale Doppelsechs um Björn Jopek und Bentley Baxter Bahn, Eigengewächs Julian Guttau und Boyds Sturmpartner Pascal Sohm einen Schritt nach vorne gemacht.

Auch Ergänzungsspieler wie Dennis Mast, Jannes Vollert, Antonios Papadopoulos und Ur-Hallenser Toni Lindenhahn sind qualitativ gute Spieler, weshalb die Mannschaft auch in der Breite bestens besetzt ist und es je nach Spielverlauf immer wieder gezielte Wechselmöglichkeiten gibt.

Deshalb ist Halle auch im weiteren Saisonverlauf noch eine Rolle im oberen Tabellendrittel zuzutrauen. Entscheidend wird aber sein, wie man mit (Ergebnis-) Krisen umgeht.

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