Flüchtlingszustrom nach Leipzig deutlich abgeebbt

Sporadisch eingerichtet: Eine Erstaufnahmeeinrichtung in Leipzig.
Sporadisch eingerichtet: Eine Erstaufnahmeeinrichtung in Leipzig.  © DPA

Leipzig - 381 neue Flüchtlinge wurden Leipzig in diesem Jahr bislang zugewiesen.

Das sind deutlich weniger als im Vorjahresmonat. Im Januar waren 7.461 Personen mit Fluchthintergrund gemeldet, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II erhalten, 3.540 bekommen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das geht aus einem aktuellem Informationsschreiben des "Dezernats Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule" hervor.

Die Asylbewerber werden in Leipzig folgendermaßen untergebracht: Es gibt

  • 16 Objekte mit über 60 Plätzen
  • 18 Objekte mit bis zu 60 Plätzen
  • Plätze in Pensionen
  • Plätze im Übergangswohnheim
  • 821 Plätze in Gewährleistungswohnungen (für Leistungsberechtigte nach Asylbewerberleistungsgesetz)
  • Wohnungen mit eigenem Mietvertrag (55%)

Die Unterkünfte und Wohnungen sind im gesamten Stadtgebiet verteilt. Anders als in anderen Städten dürfen Asylbewerber, die einen eigenen Mietvertrag bekommen haben, selbst entscheiden, mit wem sie zusammenleben wollen. Dies können freiwillige Wohngemeinschaften sein, aber auch das gemeinsame Wohnen mit der Familie oder Wohnungen für nur eine Person.

Im April 2017 lebten insgesamt 2.738 Personen in Gemeinschaftsunterkünften. Diese sollen Asylsuchende jedoch so bald wie möglich zugunsten einer eigenen Wohnung wieder verlassen können. 40 Prozent der Flüchtlinge halten sich maximal bis zu 12 Monate in solch einer Gemeinschaftsunterkunft auf, 10 Prozent länger als 24 Monate.

Momentan stehen 4.430 Plätze in Gemeinschaftsunterkünften, einschließlich Pensionen und Übergangswohnheimen, zur Verfügung. Sollten diese nicht ausreichen, kann die Stadt auf Unterkünfte in der Alten Messe (500 Plätze) und der Torgauer Straße (254 Plätze) ausweichen. Für unbegleitete minderjährige Ausländer stehen 48 Plätze in der Kröbelstraße zur Verfügung. Zehn Jugendliche leben derzeit in Gastfamilien, weitere Vermittlungsprozesse laufen.

Für dieses Jahr plant die Stadt 900 neue Plätze. Für 573 alte Plätze soll die Nutzung beendet werden. Aufgrund der sinkenden Zuweisung von Flüchtlingen nach Leipzig, wird das Ausweichquartier in der Kregelstraße nicht in Betrieb genommen. 2018 entstehen noch einmal 608 neue Plätze, für 2019 sind keine neuen Plätze geplant.


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