Hier entsteht Sachsens Superknast für 820 Männer

Auf dem riesigen ehemaligen Bahngelände in Zwickau-Marienthal beginnen die Abbrucharbeiten. Der Knast ist 2019 fertig.
Auf dem riesigen ehemaligen Bahngelände in Zwickau-Marienthal beginnen die Abbrucharbeiten. Der Knast ist 2019 fertig.

Von Juliane Morgenroth

Zwickau - Nächste Etappe in der unendlichen Geschichte um den neuen Knast in Zwickau: Jetzt beginnen die Abrissarbeiten auf dem Bahngelände in Zwickau-Marienthal. Doch bis die neue JVA eröffnet, wird es noch Jahre dauern.

Bereits im September 2011 hatten Sachsen und Thüringen den Bau der gemeinsamen JVA offiziell beschlossen. „Es wird preiswerter, als wenn jeder seine eigene JVA baut“, so Ministerpräsident Stanislaw Tillich (56, CDU) damals.

Doch dann verzögerte sich die Standortsuche. Das Gefängnis soll nun auf dem Gelände des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerkes in Zwickau-Marienthal entstehen - trotz Protesten einer Bürgerinitiative.

Bis Ende April 2017 soll die 23 Hektar große Fläche - das entspricht 33 Fußballfeldern - von Altlasten und Gebäuden befreit sein, so der für den Bau zuständige Finanzminister Georg Unland (62, CDU).

Dabei fallen rund 130 000 Tonnen Bauschutt und etwa 40 000 Kubikmeter belastete Erde an, die entsorgt werden müssen. Gerechnet wird mit bis zu 180 Lkw-Fahrten pro Tag. Der Lärm soll so gering wie möglich gehalten werden. Allein die Beräumung wird etwa zehn Millionen Euro kosten.

Der Baubeginn für das Gebäude ist für Ende 2017 geplant, zwei Jahre später soll alles fertig sein. Beide Länder rechnen mit Gesamtkosten von 150 Millionen Euro. Geplant sind 820 Haftplätze für Männer, davon 450 für sächsische Häftlinge.

Mit der Eröffnung sollen im Freistaat die maroden Gefängnisse in Zwickau und Zeithain dicht gemacht werden.

Foto: Uwe Meinhold


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