Leipzig züchtet wilden Nachwuchs für die Mongolei

Vor der stolzen Mama machte der am Montag geborene Hengst die ersten Gehversuche.
Vor der stolzen Mama machte der am Montag geborene Hengst die ersten Gehversuche.

Von Alexander Bischoff

Leipzig - Nachwuchsfreuden im Leipziger Zoo: Bei den seltenen Przewalskipferden erblickten zu Wochenbeginn gleich zwei Fohlen das Licht der Welt.

Gut möglich, dass sie eines Tages durch die mongolische Steppe galoppieren werden.

Am Montagmorgen fanden die Pfleger die zwei kleinen Hengste im Stall. Keine Zwillinge, sondern eine „Parallelentbindung“ der Przewalskistuten Raissa (20) und Raja (14).

Vater ist in beiden Fällen der stolze Leithengst Lucky (11), der nunmehr schon zum elften Mal für Nachwuchs sorgte. Erst im Juni war Nummer neun zur Welt gekommen - Hengst Lenny.

Sprung in die Freiheit: Prager Zoologen wildern in der mongolischen Steppe ein Przewalskipferd aus.
Sprung in die Freiheit: Prager Zoologen wildern in der mongolischen Steppe ein Przewalskipferd aus.

Für die einst in den Steppen Eurasiens bis Nordchina weit verbreitete Wildpferdart ist der potente Lucky ein Glücksfall. Denn in der freien Wildbahn galten Przewalskipferde seit Mitte der 1960er-Jahre als ausgestorben.

Nur durch Nachzuchten in den Zoos blieb die Art erhalten.

Seit den 90er-Jahren bemühen sich mehrere Tiergärten unter Federführung des Prager Zoos um eine Wiederansiedelung im mongolisch-chinesischen Grenzgebiet.

Auch der Leipziger Zoo beteiligt sich am Auswilderungsprojekt.

„In den nächsten Tagen wird die Wildpferdstute Rabea, die bei uns geboren wurde, zusammen mit drei weiteren Tieren in die Mongolei gebracht und schrittweise ausgewildert“, so Zoodirektor Jörg Junhold.

Fotos: Zoo Leipzig, Zoo Prag


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