Suche nach seit 19 Jahren vermisster Hilal: Bagger graben Waldboden auf

Hamburg - Polizisten gruben am Montag im Altonaer Volkspark, doch die Suche nach dem seit 19 Jahren vermissten Mädchen Hilal Ercan ist weiter ohne Erfolg geblieben.

Mit Bagger und Schaufeln gruben die Polizisten bis spät in die Nacht nach dem Leichnam des Mädchens.
Mit Bagger und Schaufeln gruben die Polizisten bis spät in die Nacht nach dem Leichnam des Mädchens.  © dpa/Bodo Marks

Bislang sei unklar, wann und wie die Suche fortgesetzt wird, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag mitteilte.

Einsatzkräfte der Polizei haben bis zum frühen Dienstagmorgen mit einem Bagger, einem Leichenspürhund und Schaufeln ein abgesperrtes Gebiet durchforstet (TAG24 berichtete).

Gegen 2 Uhr soll die Suche abgebrochen worden sein. Weitere Informationen sollen im Laufe des Dienstags folgen.

Seit dem 27. Januar 1999 wird das damals zehnjährige türkische Mädchen Hilal Ercan vermisst. Sie wurde zuletzt in einem Einkaufszentrum in Hamburg gesehen.

Hintergrund der wiederaufgenommenen Suche war laut Polizei ein Hinweis von einem Zeugen in August, der Angaben zu einem möglichen Ablageort des vermissten Kindes machte.

Die damals zehnjährige Hilal Ercan wird seit Januar 1999 vermisst.
Die damals zehnjährige Hilal Ercan wird seit Januar 1999 vermisst.  © Polizei Hamburg
Ein Leichenspürhund hat die Polizisten bei der Suche nach der Vermissten unterstützt.
Ein Leichenspürhund hat die Polizisten bei der Suche nach der Vermissten unterstützt.  © dpa/Bodo Marks

Update, 9.05 Uhr:

Wie die Polizei inzwischen mitteilte, wurde die Suche nach dem vermissten Mädchen ergebnislos beendet. Die Cold-Case-Einheit setze ihre Arbeit aber fort.

Zeugen werden weiterhin gebeten, sich unter der Telefonnummer 040 4286 56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder einer Polizeidienststelle zu melden.

Update, 11.31 Uhr:

Ein Zeuge habe auf die Örtlichkeit im Volkspark verwiesen, die bereits 2005 als möglicher Ablageort der Leiche des Kindes galt. "Insofern war es geradezu unsere Verpflichtung, noch einmal sehr genau nachzuschauen", sagte Polizeisprecher Timo Zill.

Leichenspürhunde schlugen bei der Suche mindestens einmal an. Es seien jedoch nur begrabene Kleintiere gefunden worden, sagte der Polizeisprecher. "Diese Spur ist kalt", sagte Zill.


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