OB Hilbert besucht erstmals die Zeltstadt

OB Dirk Hilbert mit Rüdiger Unger (Chef DRK Sachsen) bei seinem ersten Besuch in der Zeltstadt.
OB Dirk Hilbert mit Rüdiger Unger (Chef DRK Sachsen) bei seinem ersten Besuch in der Zeltstadt.

Von Dirk Hein

Dresden - Am Dienstag besuchte zum ersten Mal der amtierende Oberbürgermeister Dirk Hilbert (43, FDP) die Zeltstadt. Weil etliche der momentan im Erstaufnahmelager lebenden Flüchtlinge Dresden zugewiesen werden, muss die Landeshauptstadt zudem neue Kapazitäten schaffen.

Zusammen mit Stadträten besuchte Hilbert Dienstagnachmittag das Lager. „Ich setze mich für eine vernünftige und angemessene Unterbringung der Flüchtlinge ein. Wir als Stadt unterstützen bei den Dingen, bei denen wir zuständig sind. So zum Beispiel bei baurechtlichen Fragen, also wenn Zelte durch Container ersetzt werden sollen.“

Nicht erwünscht bei dem Termin war Eric Hattke (23). Der Sprecher des Netzwerkes „Dresden für Alle“ wurde aus der Zeltstadt geworfen.

Begründung: Der Termin sei nur für Stadträte gewesen. „Es ist traurig, wie mit freiwilligen Strukturen umgegangen wird, die da waren, als Hilfe gebraucht wurde“, sagt Hattke.

Der Flüchtlingsstrom in die Notlager wird in den nächsten Wochen auch Dresden treffen. Im August sollen statt 294 Asylbewerbern nunmehr 343 Asylsuchende zugewiesen werden. Im September werden statt 98 jetzt 245 Flüchtlinge erwartet.

Die Stadt will den bereits beschlossenen Standort an der Heidenauer Straße zeitlich ziehen. Zudem werden verstärkt Ferienwohnungen gemietet. Neue Objekte in der Försterlingstraße (168 Plätze) und in Alttolkewitz (60 Plätze) werden geprüft.

Zusammen mit Stadträten besuchte Hilbert am Dienstagnachmittag das Lager.
Zusammen mit Stadträten besuchte Hilbert am Dienstagnachmittag das Lager.

Fotos: Ove Landgraf


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