Einen scheinbar hilflosen, kleinen Vogel entdeckt? Diesen Fehler solltet Ihr jetzt nicht machen

Hilpoltstein - Ihr habt einen Vogel entdeckt und wollt unbedingt helfen? Tierfreunde sollten von scheinbar hilflosen Jungvögeln besser die Finger lassen. Eine vermeintliche Rettung könnte schnell mehr schaden als Gutes bewirken.

Nur in seltenen Fällen brauchen scheinbar hilflose Jungvögel Hilfe. (Symbolbild)
Nur in seltenen Fällen brauchen scheinbar hilflose Jungvögel Hilfe. (Symbolbild)  © DPA

Dazu rief der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) am Mittwoch auf. Es ist ein Aufruf, der bundesweit gleichermaßen gilt.

Derzeit verließen besonders viele Küken ihre Nester, könnten allerdings häufig noch nicht wirklich richtig fliegen. Stattdessen sitzen sie in der Nähe des verlassenen Nestes und halten zwitschernd Kontakt zu ihren Eltern.

Einem LBV-Sprecher zufolge verspürten viele Menschen wegen der vermeintlich hilflosen Rufe einen "falsch verstandenen Tierrettungsdrang". Die Chance für eine erfolgreiche Aufzucht der Wildtiere in menschlicher Obhut sei jedoch gering.

Tatsächlich bräuchten Jungvögel mit Federn nur dann dringend Hilfe, wenn nach mindestens zwei bis drei Stunden die Eltern noch immer nicht aufgetaucht sind.

Da diese sie weiterhin vor allem morgens und abends füttern, ruft der LBV Katzenbesitzer dazu auf, die eigenen Tiere zu diesen Zeiten während der nächsten Wochen - sofern möglich - im Haus zu lassen.

Besonders viele Jungvögel gibt es nicht nur in Bayern nach Angaben des LBV-Sprechers etwa noch bis Juni.

Vorsicht: Eine vermeintliche Rettung von Jungvögeln könnte mehr schaden als Gutes bewirken. (Symbolbild)
Vorsicht: Eine vermeintliche Rettung von Jungvögeln könnte mehr schaden als Gutes bewirken. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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