"Wir werden ihn sehr vermissen": Große Trauer bei Hillary Clinton

USA - Sie wäre fast Präsidentin der Vereinigten Staaten geworden, doch nun muss Ex-Außenministerin Hillary Clinton (71) einen ganz persönlichen Verlust hinnehmen. Ihr jüngster Bruder Tony Rodham (65) ist am Freitag verstorben.

Tony Rodham und Hillary Clinton beim Wahlkampf 2016.
Tony Rodham und Hillary Clinton beim Wahlkampf 2016.  © Twitter Screenshot @MikeMaeser

"Wir haben gestern Abend meinen Bruder Tony verloren", schrieb die ehemalige Senatorin am Samstag auf Twitter.

"Es ist schwer, Worte zu finden, meine Gedanken sind voller Erinnerungen an ihn. Wenn er einen Raum betrat, hat er ihn mit seinem Lachen angezündet."

Rodham wurde 1954 - sechs Jahre nach Hillary Clinton - in einem Vorort von Chicago geboren.

Die frühere First Lady der USA beschrieb ihren Bruder als gütig, großzügig und wunderbaren Ehemann. "Wir werden ihn sehr vermissen", sagte die ehemalige Präsidentschaftskandidatin.

Ob sich der Tod bereits angekündigt hatte oder ganz plötzlich kam, ist unbekannt. Ebenso verriet Hillary Clinton nicht, wie ihr Bruder starb.

Rodham besuchte das Iowa Wesleyan College und die University of Arkansas, beendete sein Studium jedoch nicht. Im Erwachsenenalter war er vor allem für seine allgemeine Beratungstätigkeit bekannt. Darüber hinaus war er auch Gefängniswärter, Privatdetektiv, Investor und Versicherungsvertreter.

Die ehemalige First Lady muss ab sofort ohne ihren geliebten Bruder auskommen.
Die ehemalige First Lady muss ab sofort ohne ihren geliebten Bruder auskommen.  © Twitter Screenshot @RickMorrisonWri

Seine erste Ehe mit Nicole Boxer, der Tochter der ehemaligen kalifornischen Senatorin Barbara Boxer, fand 1994 im Rosengarten des Weißen Hauses statt.

Zu dieser Zeit war Bill Clinton Präsident und Rodham arbeitete für das Democratic National Committee. Das Ehepaar wurde 2001 geschieden, 2005 heiratete Rodham erneut.

Rodham half 2008 bei der demokratischen Kampagne seiner Schwester. 2016 war er hingegen laut CNN nicht in Clintons Wahlkampf involviert, obwohl er bei Veranstaltungen in Pennsylvania mit ihr zusammen auftrat.

1999 soll Rodham laut The Guardian in einem Interview über die Beziehung zu seiner Schwester gesagt haben: "Es kann in beide Richtungen gehen. Es gibt einige wunderbare Dinge, die mir aufgrund meiner Beziehung zu Hillary passiert sind, und es gab einige wirklich schreckliche Dinge."

Der findige Geschäftsmann hatte nicht immer Erfolg mit seinen Vorhaben: 1999 wollte er mit der Hilfe von Aslan Abaschidse, dem Konkurrenten des damaligen georgischen Präsidenten Eduard Schewardnadse, Haselnüsse aus der ehemaligen Sowjetrepublik importieren. Da für Georgien jedoch eine Reihe von Sanktionen galt, wurde Rodham für seine Verhandlungen öffentlich vom Weißen Haus gerügt.

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