Himmelblaue haben Geduld mit Fenin

Immer wieder aufstehen! Für Martin Fenin wird es beim Chemnitzer FC garantiert aufwärts gehen.
Immer wieder aufstehen! Für Martin Fenin wird es beim Chemnitzer FC garantiert aufwärts gehen.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - „Martin ist lernwillig und selbstkritisch“ - Für CFC-Trainer Karsten Heine (60) stand nach dem torlosen Auftakt fest: „Im Spiel nach vorn hatten wir viel Luft. Das muss mehr kommen in den nächsten Spielen. Und dazu haben wir auch das Potenzial.“

Schließlich haben sich die Himmelblauen gerade im Offensiv-Bereich kräftig verstärkt. Christian Cappek, Ronny König und Martin Fenin kamen im Sommer neu zum CFC. Cappek und Fenin durften in Aalen von Beginn an ran, König in den Schlussminuten.

„Natürlich wollte ich nach vorn Akzente setzen und möglichst ein Tor schießen“, sagte Fenin. Knapp drei Jahre nach seinem letzten Auftritt - der war am 21. Oktober 2012 übrigens ebenfalls in Aalen - ist der Tscheche zurück auf der deutschen Fußball-Bühne. Der Auftakt war „etwas schwierig. Aalen hat sehr gut verteidigt.“

Voller Einsatz! Martin Fenin (r.) ist vor dem Aalener Markus Schwabl am Ball.
Voller Einsatz! Martin Fenin (r.) ist vor dem Aalener Markus Schwabl am Ball.

Am Sonnabend gegen Hansa Rostock könnte Fenin eine neue Chance bekommen, wenn seine Oberschenkel-Verletzung aus dem Training nicht schwerwiegender ist. „Ich will spielen“, sagt der Offensivmann, der einst 89 Bundesliga-Einsätze (14 Tore) für Eintracht Frankfurt bestritt.

„Er ist sehr lernwillig, sehr selbstkritisch. Für ihn ist das auch eine völlig neue Situation. Martin weiß, dass der Fußball, der zu seiner Glanzzeit gespielt wurde, nichts mehr mit dem Fußball zu tun hat, wie er heute gespielt wird“, wertet Heine.

Der Fußball-Lehrer sieht den prominentesten Neuzugang auf einem guten Weg, bittet aber um Geduld. „Martin ringt tagtäglich im Training darum und ist gewillt, wieder den Anschluss an den Spitzenfußball zu finden. Er hat sich in den vergangenen Wochen stetig verbessert. Aber er ist noch lange nicht am Ende der Fahnenstange.“ Was für Heine außerdem wichtig ist: „Dass man den Willen des Spielers spürt. So lange Martin zu erkennen gibt, dass er auf dem Platz bereit ist, dazuzulernen, wird er sich auch verbessern.“

Dazu braucht Fenin die Unterstützung der Mannschaft. Als lustiger Typ hat er diese längst bereichert. „Dass er Fußball spielen kann, das sieht man schon. Auch hat Martin bisher an keiner Stelle herausgekehrt, dass er paar Länder- und Bundesliga-Spiele gemacht hat“, lobt Heine.

Fenin und der CFC - das könnte eine Erfolgsgeschichte werden.

Fotos: Kerstin Kummer


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