Vater wollte seinem Sohn besonderen Namen geben: Das kam dabei raus

Panama - Es gibt gewiss Vornamen, die nicht jedem gefallen. Und dann gibt es Vornamen, die weltweit für Probleme sorgen können. So geht es nämlich einem 50-jährigen Journalisten aus Panama. Wie er heißt? Hitler Cigarruistas.

Hitler Cigarruistas vor dem Brandenburger Tor in Berlin.
Hitler Cigarruistas vor dem Brandenburger Tor in Berlin.  © Screenshot/Facebook/Carlos Cigarruista

Sein Vater wollte beweisen, dass es auch einen guten Hitler geben kann, erklärt der Mann der Zeitung "El Pais". Und sein ganzes Leben lang hat er nun schon damit klarzukommen.

Obwohl sein Vater mittlerweile nichts dagegen hätte, wenn sein Sohn den Namen ändert, will er das nicht. "Manchmal habe ich darüber nachgedacht. Aber in all meinen Abschlüssen von Seminaren, Kursen, Universitäten erscheint 'Hitler'. Es wäre zu teuer, etwas zu ändern", so der Journalist.

Auf Facebook kann er sich nicht mit seinem Klarnamen anmelden - auf Twitter und LinkedIn dagegen schon. Weil Facebook aber offenbar strengere Regeln hat, nutzt Hitler Cigarruistas dort den Namen seines Sohnes Carlos. Ein E-Mail-Account bei Google Mail mit seinem richtigen Namen ist ebenfalls nicht drin.

In der Schule seines Sohnes wird er allerdings auch mit Carlos angesprochen. Denn in Panama ist es üblich, dass die Erstgeborenen ebenfalls den Namen ihres Vaters bekommen, doch das wollte er seinem Kind nicht antun und nannte ihn anders.

Reise nach Deutschland sorgt für Irritationen

Cigarruistas mit seiner Familie. Sohn Carlos ist mittlerweile 17 Jahre alt.
Cigarruistas mit seiner Familie. Sohn Carlos ist mittlerweile 17 Jahre alt.  © Screenshot/Facebook/Carlos Cigarruista

Bei seiner Reise nach Deutschland sorgte sein Name natürlich für Verwunderung. Er erzählt: "Als ich zum ersten Mal nach Deutschland geflogen bin, habe ich meinen Pass übergeben und das Mädchen, das beim Zoll war, konnte es nicht glauben."

Nachdem sich die Beamten vergewisserten, dass Hitler wirklich sein Vorname ist, durfte er einreisen.

Beruflich bedingt ist der 50-Jährige oft unterwegs. In englischsprachigen Ländern ist das mit der Begrüßung allerdings nicht so einfach. Denn wenn man sich dort mit Hi und dem Vornamen begrüßt, kann es zu Verwechslungen ("Heil Hitler" klingt ähnlich wie Hi Hitler) kommen.

Seine Brüder hatten bei der Namensgebung mehr Glück. Sie heißen Siria Araí und Andrés Avelino. Auch weil Cigarruistas' Mutter von ihrem Mann verlangte, dass die anderen Söhne nicht auch einen seltsamen Namen bekommen würden.

Hitler Cigarruistas schmunzelt mittlerweile über seinen Vornamen. Immerhin würden die Menschen seinen Namen nie vergessen. "Bei einem Pedro passiert das nicht", ist er sich sicher.


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