Wegen Hitze und Trockenheit: Das Wasser wird knapp

Kempten - Die Trockenheit der vergangenen Wochen und Monate bedroht die Trinkwasserversorgung in kleineren Gemeinden in Bayern.

In kleineren Gemeinden in Bayern ist die Trinkwasserversorgung bedroht.
In kleineren Gemeinden in Bayern ist die Trinkwasserversorgung bedroht.  © DPA

"Besonders kleine Wasserversorger in ganz Bayern haben jetzt schon Schwierigkeiten", sagte der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes in Kempten, Karl Schindele, der Deutschen Presse-Agentur. Grund dafür sei, dass sich kleinere Versorger oft auf einen einzigen Brunnen stützen - und der dann meist auch noch nicht besonders tief reiche. "Die größeren Wasserversorger haben diese Probleme eher nicht."

In der Gemeinde Aitrang im Ostallgäu herrscht wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit schon Trinkwasser-Alarm. Der für die Wasserversorgung notwendige Brunnen sei weitgehend ausgetrocknet, sagte der Bürgermeister der Gemeinde, Jürgen Schweikart. Um die Trinkwasserversorgung sicherzustellen, ist Aitrang auf Hilfe aus Kaufbeuren angewiesen. "Es fahren zwei Tanklaster hin und her und bringen und Wasser", sagte Schweikart.

Die Bürger in Aitrang waren zunächst weiter aufgerufen, das Wasser abzukochen, weil der Brunnen schon so weit ausgetrocknet war, dass das Wasser durch den Sand am Boden eingetrübt wurde. Um das Problem zu beheben, sollte die Gemeinde von Mittwoch an wieder über einen Brunnen versorgt werden, der seit 2015 nicht mehr in Betrieb war.

Laut dem Niedrigwasser-Informationsdienst des bayerischen Landesamtes für Umwelt ist das Grundwasser derzeit in weiten Teilen des Freistaates sehr niedrig.

Titelfoto: DPA


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