Google-Eklat! VfB-Boss Thomas Hitzlsperger schwulenfeindlich beleidigt

Stuttgart - Eklat um VfB-Stuttgart-Boss Thomas Hitzlsperger!

VfB-Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger wird schwulenfeindlich beleidigt. (Fotomontage)
VfB-Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger wird schwulenfeindlich beleidigt. (Fotomontage)  © DPA/Tom Weller/ Screenshot

Googelt man derzeit seinen Namen, dann stößt man bei der üblichen Vorschau der Wikipedia-Beschreibung auf eine reine Hasstirade.

"ACHTUNG OBACHT VOR DEM WEITER LESEN!!!! THOMAS HITZLSPERGER IST SCHWUL WEITERLESEN IST NACH DIESER INFORMATION AUF EIGENE GEFAHR!! WIKIPEDIA HAFTET NICHT", heißt es dort.

Doch was steckt dahinter?

Klickt man nämlich auf den Wikipedia-Beitrag über Hitzlsperger, ist nichts mehr von dem Text zu sehen.

Bei Wikipedia ist es jedem möglich, Beiträge zu erstellen, doch den Verantwortlichen scheint die Hasstirade relativ schnell aufgefallen zu sein, sodass man den Text korrigierte.

In der Google-Vorschau sind die Beleidigungen (Stand 14. Oktober, 7.20 Uhr) allerdings immer noch zu sehen.

Im Jahr 2014 hat sich der deutsche Ex-Nationalspieler Hitzlsperger geoutet und setzt sich seither auch gegen Schwulenfeindlichkeit ein.

So war er beispielsweise im Jahr 2015 bei einer Podiumsdiskussion in Berlin zu Gast, bei der über das Thema "Homophobie im Fußball" diskutiert wurde.

Zuletzt gab es bereits mehrere homophoben Kommentare auf den Social-Media-Kanälen vom Pay-TV-Sender "Sky", nachdem man über Hitzlsperger einen Beitrag gesendet hatte. (TAG24 berichtete)

Google löscht homophobe Hasstirade gegen VfB-Boss Thomas Hitzlsperger

Update 14.25 Uhr: Inzwischen hat Google Deutschland unserer Redaktion ein Statement zukommen lassen. Darin heißt es: "Informationen aus dem Knowledge Graph sind sachlich gemeint und werden als solche dargestellt. Obwohl wir stets bemüht sind, die Angaben so genau wie möglich zu halten, sind unsere Systeme nicht immer perfekt und auch nicht alle Datenquellen immer verfügbar. Daher sind wir auf Feedback unserer Nutzer angewiesen. Wir können Informationen manuell überprüfen und aktualisieren, sobald wir feststellen, dass etwas falsch ist und unsere Systeme Fehler selbst nicht korrigiert haben."

Nach Anfrage von TAG24 hat Google Deutschland den Fall um Thomas Hitzlsperger nach ihren "Richtlinien hin überprüft" und die "angemerkte Information entfernt", so der Google-Sprecher.

Update 12 Uhr: Inzwischen hat Google reagiert und den Text komplett gelöscht. Aktuell sind nun nur noch die Statistiken in der Info-Box zu lesen. Warum es so lange dauerte bis die homophobe Hasstirade gegen Hintzlsperger verschwunden war, ist allerdings unklar. Schließlich waren die Beleidigungen gegen den ehemaligen deutschen Nationalspieler bereits am Sonntagmittag online. Am Montagmorgen will man bei Google von dem peinlichen Fehler noch nichts gewusst haben, obwohl auf dem Kurznachrichtendienst "Twitter" schon mächtig diskutiert wurde und einige Nutzer Google auch verlinkt hatten.

Update 10.50 Uhr: Aktuell ist der Text in der Google-Box weiterhin zu sehen. Ersten Hinweisen zufolge, könnte es sein, dass der Text nie auf Wikipedia stand.

Update 9.40 Uhr: Inzwischen weiß TAG24, dass es sich offenbar um einen Fehler der automatischen Überprüfung bei Google handelt. Der Text ist weiterhin zu sehen.

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