Nach H&M-Eklat um ihren Sohn: Jetzt wird die Mutter als "Affe" beschimpft

Liam Tengo (li.) mit dem Pullover, der für einen Riesenskandal sorgte und seine Mama Terry (re.), die nun beschimpft wird.
Liam Tengo (li.) mit dem Pullover, der für einen Riesenskandal sorgte und seine Mama Terry (re.), die nun beschimpft wird.  © Screenshot/Twitter/Facebook

Stockholm - "The coolest monkey in the jungle" stand auf dem T-Shirt des kleine Jungen in der H&M-Werbung geschrieben, die ganze Welt empörte sich und stand Liam Tango bei. Weltstars posteten das Foto, boten dem Kleinen sogar eigene Deals an.

Doch wie schnell sich das Blatt wenden kann, zeigen nun die Reaktionen, die seine Mama auf einen Facebookpost erntet. Denn nachdem die Flut von Mitleidsbekundungen an ihren Sohn kaum noch zu stoppen waren, postete sie, dass die Menschen sich wieder beruhigen und darüber hinwegkommen sollen.

Sie meinte, dass es ihrem Sohn gut gehe, er öfter schon gemodelt hätte. "Ich bin die Mama und das ist eines von Hunderten Outfits, die mein Sohn auf Modelfotos trägt", schrieb sie.

Sie wollte dem Hype um ihren Sohn ein Ende setzen. "Er weiß, dass das Bild um die Welt geht, aber er hat keine Ahnung warum. Man versucht, sein Kind so gut wie möglich zu schützen." Das ging für sie persönlich aber nach hinten los, denn Seite ihrem Statement wird sie selbst von Usern im Internet beschimpft.

Mit diesem Pullover sorgte H&M für einen weltweiten Skandal.
Mit diesem Pullover sorgte H&M für einen weltweiten Skandal.  © Screenshot/Twitter/imaulik

Unglaublich: Wie sie am Wochenende Golf News verriet, dass sie von den Menschen, die 24 Stunden zuvor noch Liam in Schutz genommen hatten, sie nun selbst als Affe bezeichneten.

"Wie kann man Rassismus bekämpfen, wenn man selbst rassistische Kommentare ablässt? Sie können nicht versuchen, meinen Sohn zu verteidigen und dann die gleichen Worte nutzen, um mich zu beleidigen", klagt Terry an.

Die Mutter hatte mit den Reaktionen nicht gerechnet. "Ich bin am Morgen aufgewacht und es war der Horror. Es war nichts mehr, wie es einmal war", beschreibt sie.

Die schwedische Frau mit Wurzeln in Nigeria macht H&M noch keinen großen Vorwurf. Ihr Onkel, der CEO der Musikproduktionsfirma "orkarine.se" erklärt: "Wir hoffen einfach auf eine Entschuldigung. Wir haben vieles unseren Anwälten übergeben. Wir haben noch nicht entschieden, wie wir vorgehen werden. Ich denke einfach, dass sie es übersehen haben. Vielleicht ist es nur einer dieser Fehler, der einem einzigen passiert. Aber es gibt natürlich auch viele offene Fragen. Zum Beispiel, wie ihnen das durch die Finger rutschen konnte, ohne es zu sehen. Wir haben mit ihnen gesprochen und sie haben uns versichert, dass es nicht rassistisch gemeint war."

Das Unternehmen hatte sich kurz nach dem Vorfall und dem immer größer werdenden öffentlichen Druck auf allen offiziellen Kanälen entschuldigt. Ob sich die Menschen auch bei der Mutter entschuldigen, sie nun selbst als "Affe" bezeichnet wird? Man kann es nur hoffen...


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