Auf Pickup geladen: Spott und Häme für fetten ISIS-Führer

Mosul (Irak) - Am Donnerstag wurde der hochrangige ISIS-Führer Shifa al-Nima alias Abu Abdul Bari alias "Jabba the Jihad" in seinem Versteck im Irak von einem Einsatzkommando entdeckt. Seine Festnahme gestaltete sich dann aber doch um einiges komplizierter als gedacht.

Shifa al-Nima wurde am Donnerstag festgenommen.
Shifa al-Nima wurde am Donnerstag festgenommen.  © Screenshot/Twitter/AliBaroodi

Das Problem: Der gefährliche IS-Führer Abu Abdul Bari ist einfach zu fett. Über 250 Kilogramm bringt der religiöse Fanatiker auf die Waage, berichtet die "Stars and Stripes" am Freitag.

Mit so einem Gewicht kommt er natürlich nicht so ohne Weiteres aus seinem Bett in seinem Versteck. Ganz hilflos waren die Beamten am Donnerstag dann aber doch nicht. Sie organisierten sich einen Pickup, luden den fetten Terroristen-Mufti auf die Ladefläche und transportierten ihn ab.

Ein großer Erfolg für die irakischen Beamten. Nicht, weil sie so einen dicken Mann abführen konnten, sondern vor allem, weil sie einen der gefährlichsten Männer des Landes endlich fassen konnten.

Vorgeworfen wird ihm unter anderem, dass er die Hinrichtung von Gelehrten und Klerikern anordnete, die sich nicht der Terrorregime ISIS unterwarfen.

Außerdem habe er Hassreden gegen die irakischen Sicherheitskräfte verbreitet und Propaganda für die Terrormiliz IS gemacht.

Noch mehr grausame Taten wirft ihm unter anderem Maajid Nawaz (42), britischer Aktivist und Gründer von Quilliam, einer Denkfabrik zur Bekämpfung des Extremismus, auf Facebook vor: "Die meisten religiösen Rechtfertigungen, die ISIS für das Versklaven, Vergewaltigen, Foltern, ethnische Säuberung & Massakrieren von Irakern, Syrern & anderen zur Verfügung gestellt wurden, stammen von diesem armseligen Biest, das nicht einmal auf seinen eigenen zwei Beinen stehen kann."

Bilder von dem dicken Abu Abdul Bari in seinem Versteck wurden natürlich auch auf Twitter geteilt. Wie nicht anders zu erwarten, reagierte das Netz mit Spott und Häme.

  • "Ich bin erfreut, dass der Jabba the Hutt des islamischen Staates in Mosul gefangen genommen wurde"
  • "Viel Glück dabei, ihn zu hängen, Irak."
  • "Hat er eine Moschee gegessen?"
  • "Ich korrigiere: Er war der größte Unterstützer. Sein Bett war der stärkste Unterstützer!!"
  • "Ich hoffe, dass es Leia gut geht."
  • "Hat er sich auf den Ramadan vorbereitet?"

Welche Strafe dem Terroristen-Oberhaupt jetzt blüht, ist noch nicht bekannt.


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