Hunderte Paare planen ihre Hochzeit, dann kommt bitterböse Nachricht

Utah (USA) - Stell dir vor, Du willst heiraten und auf einmal geht der Veranstalter pleite. Genau das erleben gerade tausende Paare in den USA.

Über 7500 Menschen wissen auf einmal nicht mehr, wo sie heiraten sollen. (Symbolbild)
Über 7500 Menschen wissen auf einmal nicht mehr, wo sie heiraten sollen. (Symbolbild)  © 123RF l2egulas & Roman Sigaev

Es war eine fatale Nachricht, die 7500 hochzeitswillige Menschen kurz vor dem ultimativen Tag der Liebe erreichte.

In den USA hat die Hochzeitsveranstaltungskette Noahs plötzlich und ohne Ankündigung all ihre 42 Veranstaltungsorte schließen müssen.

Das in 25 Bundesstaaten vertretene Unternehmen hatte laut FOX News im Mai Insolvenz anmelden müssen und wurde nun vom Gericht aufgefordert, seinen Betrieb "sofort einzustellen".

Unter anderem gescheiterte Bauprojekte, gestiegene Mieten, Mehrkosten jeglicher Art, zu kleine Hochzeitsgesellschaften und zu schnelles Wachstum haben das Unternehmen in den Bankrott getrieben.

Das hat fatale Folgen für alle Paare, die an einem der 42 Orte heiraten wollten. Neben der Tatsache, dass sie keine Location mehr haben, ist wohl auch ihr bisher gezahltes Geld futsch.

Ein Anwalt des Unternehmens sagte zu USA Today: "Noah schuldet rechtlich allen eine (Rückerstattung), darüber muss man nicht streiten. Das Problem ist, dass es da nichts oder nicht sehr viel gibt, von dem man es den Menschen zurückzahlen könnte."

Auf einmal waren 17.000 Dollar weg

Mittels einer Selbsthilfegruppe wollen Betroffene eine neue Location finden.
Mittels einer Selbsthilfegruppe wollen Betroffene eine neue Location finden.  © Screenshot/Facebook

Wie schlimm es manche Paare getroffen hat, zeigt das Beispiel von Morgan Redman und ihrem Verlobten Mike Evans.

Nach einer sehr privaten Trauung auf Hawaii wollten sie es zu Hause in Columbus mit 200 Gästen richtig krachen lassen. Ungefähr 17.000 Dollar (15.700 Euro) zahlten sie an Noahs.

Doch in der Nacht vor dem Flug nach Hawaii stellten sie fest, dass ihr Veranstaltungsort die Türen dicht gemacht hatte. Redman rief bei ihrer Planerin an:

"Sie sagte, es sei wahr. Ich habe ihr gesagt, dass ich mit dem Unternehmen sprechen muss, da aber niemand ans Telefon geht. Ich glaube nicht, dass wir mit irgendwem darüber sprechen können, unser Geld zurückzubekommen."

Anstatt ihre Trauung zu genießen, hat Redman jetzt von Hawaii aus mit 60 Anbietern telefoniert, um einen neuen Veranstaltungsort zu finden.

Auf Facebook wurde inzwischen eine Selbsthilfegruppe gegründet, die dabei helfen soll, neue Veranstaltungsorte zu finden. Zudem bieten andere Anbieter Rabatte für Opfer von Noahs an und einige Vermieter der ursprünglichen Locations suchen neue Betreiber, um die Hochzeiten doch noch stattfinden zu lassen.

Titelfoto: 123RF l2egulas & Roman Sigaev


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0