Dieser Nackte sprengte beinahe eine Hochzeit!

Im Standesamt an der Goetheallee heirateten letztes Jahr 1809 Paare.
Im Standesamt an der Goetheallee heirateten letztes Jahr 1809 Paare.  © Norbert Neumann

Dresden - Mehr Kinder, mehr Eheschließungen, einfach mehr von allem: Das Dresdner Standesamt blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück. Doch es gab auch reichlich Problemfälle. Nackte Tatsachen, eine fliegende Drohne und Karstadt verhinderten beinahe Hochzeiten.

So sorgte die recht üppig ausgestattete Statue von Prometheus im Stadtmuseum für Verwicklungen bis auf Direktionsebene. Standesamts-Chef Frank Neubert: "Ein Paar weigerte sich mit Nachdruck, vor der nackten Statue zu heiraten. Ich wollte das Geschlechtsteil kurzerhand verdecken, dem stimmte der Museumsdirektor nicht zu." Am Ende wurde dennoch geheiratet.

Auch eine Drohne, die über den Köpfen der Hochzeitsgesellschaft schweben sollte, wurde zum Landen gebracht. "Ein anderes Paar verschwitzte den Hochzeitstermin. Als wir anriefen, standen sie gerade bei Karstadt an der Kasse", so Neubert weiter. Das Paar heiratete später.

Bei allen Problemchen steuerte das Standesamt dennoch auf neue Spitzenwerte zu. 2388 Paare heirateten, 135 mehr als im Vorjahr - ein Nachwenderekord!

8542 Kinder wurden geboren. Die 4355 Jungen und 4187 Mädchen bedeuten mit einem Plus an 332 Geburten ebenfalls einen Rekord.

Frank Neubert (63) ist der Chef des Dresdner Standesamtes - und traut immer 
noch selber.
Frank Neubert (63) ist der Chef des Dresdner Standesamtes - und traut immer noch selber.  © Thomas Türpe
Dieser nackte Prometheus im Stadtmuseum verhinderte fast eine Hochzeit.
Dieser nackte Prometheus im Stadtmuseum verhinderte fast eine Hochzeit.  © Thomas Türpe

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