Formel 1: Der Hockenheimring soll kein Lückenbüßer sein

Hockenheim - Im Bemühen um den Erhalt des Formel-1-Rennens in Deutschland 2020 rechnen sich die künftigen Geschäftsführer des Hockenheimrings nur Außenseiterchancen aus.

Jorn Teske (links) und Jochen Nerpel.
Jorn Teske (links) und Jochen Nerpel.  © DPA

"Unter normalen Gesichtspunkten, wenn sowohl Zandvoort als auch Vietnam rechtzeitig fertig sind, dann ist unsere Chance minimal", sagte Jorn Teske der Deutschen Presse-Agentur, der künftig neben Jochen Nerpel die Geschäfte auf dem Traditionskurs führen wird.

Es könne allerdings niemand ausschließen, dass die beiden für 2020 eingeplanten neuen Strecken vielleicht nicht rechtzeitig fertig würden.

"Das ist aber sicher nicht unsere präferierte Lösung, wir wollen nicht auf Dauer Lückenbüßer spielen", sagte Teske weiter. "Zielsetzung muss aus unserer Sicht sein, eine mittelfristige Lösung hinzubekommen."

Der Rennkalender 2020 soll wie auch in diesem Jahr 21 Rennen umfassen. Barcelona, Mexiko-Stadt und eben Hockenheim gelten als Streichkandidaten. Die Betreiber in Nordbaden können die auch vom neuen Formel-1-Besitzer Liberty Media aufgerufenen Antrittsgebühren aber schon lange nicht mehr zahlen.

"Wir machen keinen Vertrag, wenn wir ein Risiko haben", versicherte Teske. Vielleicht könne man "mit einem tollen Publikum und einem geilen Rennen" Eigenwerbung betreiben, sagte Nerpel. "Wir warten mal dieses Wochenende ab."

Ende August geht der langjährige Hockenheimring-Boss Georg Seiler in Rente.

Die Chancen für den Hockenheimring, im nächsten Jahr die Formel 1 zu Gast zu haben, sind offenbar minimal. (Archivbild)
Die Chancen für den Hockenheimring, im nächsten Jahr die Formel 1 zu Gast zu haben, sind offenbar minimal. (Archivbild)  © DPA

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